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Wie mag wohl der zukünftige Tourismus auf den Kanaren aussehen?

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  • Wie mag wohl der zukünftige Tourismus auf den Kanaren aussehen?

    Der eine oder andere hat ja sicherlich schon gemerkt das ich den Blick in die Glaskugel liebe. Ich wollte mal den Thread anstossen um mal zu sammeln in welche Richtung sich das in naher und mittlerer Zukunft entwickeln wird. Warum? Ich finde solche Überlegungen einfach spannend. Wobei ich jetzt mal davon ausgehe das das Reisen auch ohne eine komplette Durchimpfung der europäischen Bevölkerung wieder möglich ist.

    Ich denke die Zeit des All-in-Tourismus ist weitgehend vorbei. Das liegt einfach daran das das Abfüttern der Massen nicht mehr wie gewohnt funktioniert. Statt variabler Öffnungszeiten für die Mahlzeiten bekommt man Zeiten und Plätze zugewiesen damit man die Hotelgäste in Schichten füttern kann. Kaum einw Anlage wird genug Raum haben um alle Gäste im Restaurant gleichzeitig zu bedienen. Das Buffet ist weitgehend Geschichte. Allenfalls wird es Buffets geben an denen Bedienstete die Teller füllen. Die riesigen Fressparade zur Selbstbedienung wird es vorerst so nicht mehr geben. Das hat dann einen gewissen DDR-Charme mit dem man das Klientel der üblichen Gäste auf den Inseln nicht mehr locken kann. Daher denke ich wird der Trend stark in Richtung Apartmentanlagen gehen. Dort ist man ungebunden und kann zur Not auch mal selber was machen. Das wird die ganzen großen Hotelburgen vor riesige Probleme stellen da in die meisten Zimmer der Einbau von Küchen auf Grund der Zimmergrösse gar nicht möglich ist. Das würde auch gleichhzeitig bedeuten das die Restaurants einen großen Boom erleben werden. Allerdings werden viele erst einmal die nächste Zeit nicht überleben. Vorallem die bei denen sich ein Abstandskonzept finanziell nicht trägt und/oder bei denen eine Aussengastronomie nicht möglich ist. Grundsätzlich wird es erst einmal leerer werden. Aber dafür muss man nun wahrlich kein Prophet sein.
    Spannend wird sein wie sich das Sozialleben mit den Touristen zukünftig gestalten wird. Die vielen Menschen bringen zwangsläufig auch Enge. Das ist unvermeidbar. Wenn ich zB. an den Badebereich in Alcala am Hafen denke wo die Leute wie auf einer Perlenschnur aufgereiht auf der Bank an der Mauer oder dem Promenadenbereich liegen. Sperrt man das gibt es keinen Grund da hin zu fahren. Es gibt zwar am Ende des Ortes noch ein paar kleine Strände die aber völlig aus der Welt abseits jeglicher Gastronomie sind. Wie wird das am Flughafen wo die Meschenmassen jeden Tag dicht gedrängt stehen. Wie funktioniert wohl der Transport in die Hotels mit den Bussen?

  • #2
    Ich geb mal eine andere Prognose ab: in 1 Jahr ist alles wie zuvor auch.
    Ev. Masken im Bus und im Flieger, ansonsten weitgehend gleich.

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    • #3
      Wie man schon am ersten "normalen" Tag am Verhalten der Intelligenzverweigerer aus Gewissensgründen sieht (keine Abstände im Cafe, Bussi hier, Bussi da) wird sich absolut nix ändern, lernen aus den Vorfällen der vergangenen Wochen Fehlanzeige
      Wenn ich alt bin, ziehe ich aufs Dorf und werde als der verrückte Opa bekannt, der in seinem Garten eine eigene Achterbahn errichtet hat, um die alle Kinder ihn beneiden, doch er lässt nur sein Hausschwein Rüdiger damit fahren

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      • #4
        Könnte auch sein, dass sich eine Differenzierung nach Risikobereitschaft ergibt. Nur müsste man dann die Segmente voneinander trennen, was zumindest einige Hotelketten hinbekommen könnten.

        Möglicherweise wird es diese Differenzierung auch nach Regionen geben, aber das würde eine firmenübergreifende Koordination erfordern, die vermutlich nicht funktioniert. Und sie muss sich auch im Transport widerspiegeln, sicherere Airlines werden dann halt teurer, ebenso wie Individualtransport zur Location teurer ist als Bus. Innovativere Check-in´s gibts ja schon hier und da, ohne lange Schlange. Das mit all-in seh ich genauso wie die Vorschreiber, wech damit, oder aber nur in der high-risk-Bereitschaftsgruppe, die dann so ne Kohortenquarantäne bekommen (im abgeschlossenen Club-Hotel oder in der abzugrenzenden Region).

        Eine entscheidende Frage ist, welche staatlichen Reglementierungen auf Dauer bestehen bleiben werden und wie die Reiselust dadurch und durch diffuse Ängste generell abnimmt bzw. Vertrauen geschaffen werden kann.

        Allerdings fürchte ich, dass zunächst mal eine brutale Marktbereinigung und Massenarbeitslosigkeit einsetzt. Wenn ich so sehe, dass hier im Ort die meisten Kneipen zu sind und die, die offen haben, 2 Tische mit je 2 Stühlen auf ihre zu engen Terrasse stellen, dann hängt das Bestehen oder nicht auf Dauer von externen Zuschüssen und damit vom Gelddrucken ab, dessen Auswirkungen uns vermutlich bald einholen werden. Nein, ich mache jetzt keinen Thread "Vermögenssicherung" auf, die gibts ja schon zu Hauf und die Vielfalt ist noch größer als bei den Verwirrologen.
        Warum hassen Sozialisten die Fitness-Studios? Weil sich harte Arbeit auszahlt und sich Erfolge nicht umverteilen lassen....

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        • #5
          Sobald die Kanaren und Balearen wieder aufmachen dürfen, werden die Gäste einfliegen.
          Es gibt mehr als genügend Leute, die nur darauf brennen, wieder in den Urlaub zu können, egal wohin.
          Diese werden ja praktisch bereits jetzt von Austria und der Türkei und Griechenland angeworben.
          Die Inseln werden sich damit brüsten können, nur ganz wenige Covid-Fälle gehabt zu haben.
          Die Gäste zu Vergraulen, indem man sie zwingt, Test o.ä. machen zu lassen halte ich für unrealistisch.
          Das werden die um Touristen konkurrierenden Staaten sicherlich unterlassen.
          Es wird in der Realität nur darum gehen, wie sicher die Gäste auf der Insel vor Corona sind, als wie sehr die Canarios durch die Gäste gefährded sind.
          Das ist zwar bedauerlich aber entspricht leider der ökonomischen Realität.
          Ohne Tourismus saufen die Inseln ab, dann ist auch Corona egal.
          Es werde so oder so sehr viele Existenzen vernichtet sein, speziell solche, die sich alleine auf die Gäste und / oder Überwinterer spezialisiert haben.
          Wer keine Kundenbasis bei den Canarios hat, wird wahrscheinlich tendenziell eher die Koffer packen können oder er hat genügend Reserven um 1 Jahr zu überstehen, aber wer hat das schon?
          Denn ohne die vielen, gut betuchten Überwinterer braucht es auch keine Dienstleistung, die nur auf sie abgestellt ist.

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          • #6
            Die Überwinterer werden sicherlich kommen; und ggfs. die Quarantäne über sich ergehen lassen. Mit Tests "vergraulen"? Dass Touristen "ungebremst" werden kommen dürfen, wage ich zu bezweifeln. Denn dann droht rasch eine neue Ausgangssperre, sobald die Infektionszahlen wieder steigen. Alarmzustand ist wesentlich schlimmer als weniger Tourismus.

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            • #7
              https://www.merkur.de/reise/urlaub-k...-13758525.html

              https://www.n-tv.de/wirtschaft/Urlau...e21779419.html
              Wenn ich alt bin, ziehe ich aufs Dorf und werde als der verrückte Opa bekannt, der in seinem Garten eine eigene Achterbahn errichtet hat, um die alle Kinder ihn beneiden, doch er lässt nur sein Hausschwein Rüdiger damit fahren

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              • #8
                Zitat von Canarias Beitrag anzeigen
                Sobald die Kanaren und Balearen wieder aufmachen dürfen, werden die Gäste einfliegen.
                .. Es wird in der Realität nur darum gehen, wie sicher die Gäste auf der Insel vor Corona sind, als wie sehr die Canarios durch die Gäste gefährded sind.
                Das ist zwar bedauerlich aber entspricht leider der ökonomischen Realität.
                Ohne Tourismus saufen die Inseln ab, dann ist auch Corona egal....
                Schwieriges Thema. Denn die Verluste dürften jetzt schon sehr hoch sein. Nach der Öffnung sehe ich das bei geschätzt 70% des alten Volumens.

                Dürfte also eng werden. Vielleicht wieder etwas mehr Qualität zu höheren Preisen. Ich hätte keine Bedenken vor Corona auf den Inseln, höchstens beim Flug.

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                • #9
                  Spanien wird aus Sicht deutscher Politiker halt zu pauschal beurteilt. Mit Sicherheit haben die Kanaren aktuell ein geringeres C-Risiko als viele andere europäische Länder und das Risiko für die Verschlechterung wäre für die Kanaren bei Wiederanlaufen des Tourismus höher als in den Heimatländern der Urlauber. Die Grenzen zu Österreich sind schon offen (etwa gleiche Einschätzung der C-Lage in D und A), Frankreich noch zu, da das Virus dort noch tobt. Heute sollen auf EU-Ebene weitere Entscheidungen fallen bzw. Empfehlungen getroffen werden.

                  In den Hotels werden viele Prozesse verändert werden müssen, vielleicht braucht das auch entsprechende Unterstützung von Hygienikern und Ideenreichtum bei Check-in, Speisen, etc.

                  Immer noch nicht verstanden habe ich, wieso Strände zwar teilweise offen sind, aber Schwimmen verboten ist. Macht irgendwie wenig Sinn, Salzwasser ist ja eher nicht so das Risiko für Ansteckungskontakte.

                  Tja, mir persönlich wäre es beim Flug wohl am unwohlsten, da bleib ich lieber erstmal hier und in D müsste ich wohl 2 Wochen in Quarantäne, was auch nicht viel Sinn macht, wenn man von den Kanaren einfliegt.
                  Warum hassen Sozialisten die Fitness-Studios? Weil sich harte Arbeit auszahlt und sich Erfolge nicht umverteilen lassen....

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                  • #10
                    Zitat von SanLorenzo5 Beitrag anzeigen
                    Spanien wird aus Sicht deutscher Politiker halt zu pauschal beurteilt.
                    Spanien wird in erster Linie von Madrid aus pauschal beurteilt und verwaltet. Nicht nur zu Corona-Zeiten. Aber das ist spanisches Bier. Als Zugereiste müssen wir uns - abgesehen von der kommunalen Ebene - (leider) mit unserer Zaungast- und also quasi Statisten-Rolle zufrieden geben. Wird höchste Zeit, dass das Land, in dem man überwiegend lebt, in jeder und nicht nur in steuerlicher Hinsicht als Lebensmittelpunkt betrachtet wird in der EU.

                    Dann müssten allerdings Zugezogene möglichst rasch Spanisch lernen. Ein ziemliches Hindernis ... bei vielen selbst nach etlichen Jahren des Inseldaseins. Ist ja auch nicht wirklich einfach. Generell nicht - auch nicht für Zugezogene in Deutschland, egal warum und woher sie gekommen sind, .. by the way.

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                    • #11
                      Das zeigt halt mal wieder die Schwächen zentral gesteuerter Systeme. Funktioniert schon nicht auf Ebene der Nationen, wird in Europa nicht funktionieren und schon gar nicht weltweit. Heute nicht und morgen nicht. Vielleicht in 1000 Jahren, tangiert mich eher peripher.

                      Immerhin ist ja der zeitliche Ablauf der verschiedenen Phasen je nach Region differenziert.
                      Warum hassen Sozialisten die Fitness-Studios? Weil sich harte Arbeit auszahlt und sich Erfolge nicht umverteilen lassen....

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                      • #12
                        Komisch, auf der einen Seite haben zentral gesteuerte Systeme für dich Schwächen, auf der anderen Seite wird kritisiert, dass es in D nicht nur 1 Entscheidungsträger gibt, sondern eine Länderkompetenz. Dann wird von "Wirrwarr" usw. gesprochen......

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                        • #13
                          Zitat von Canarias Beitrag anzeigen
                          Komisch, auf der einen Seite haben zentral gesteuerte Systeme für dich Schwächen, auf der anderen Seite wird kritisiert, dass es in D nicht nur 1 Entscheidungsträger gibt, sondern eine Länderkompetenz. Dann wird von "Wirrwarr" usw. gesprochen......
                          Was ist daran komisch? So ziemlich alle Systeme haben im Vergleich zueinander Stärken und Schwächen.

                          Hab mal bei einem international arbeitenden Autozulieferer ein Großprojekt zu genau dieser Frage Zentral/Dezentral gemacht, war eines meiner interessantesten. Manche Entscheidungen machen halt zentral Sinn, manche dezentral (auf verschiedenen Ebenen).

                          Und falls ich mir mal selbst widerspreche: Was stört mich mein dummes Geschwätz von gestern. Das ist halt dynamische Anpassung an den Erkenntnisgewinn :smile:
                          Warum hassen Sozialisten die Fitness-Studios? Weil sich harte Arbeit auszahlt und sich Erfolge nicht umverteilen lassen....

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                          • #14
                            Bei uns kamen heute die ersten Gäste in einem Ferienhaus an.
                            Einheimische aus dem Norden auf Verwandtenbesuch. Oma, Eltern, 2 Kids
                            Schon rennt der englische Nachbar aus dem Haus und schreit, das sei verboten, wg. lockdown.
                            Er ließ sich nicht aufklären und wollte die Polizei rufen.

                            Mal sehen, wie das ausgeht.
                            sicher hat er die Einsamkeit genossen.

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                            • #15
                              Gerade in der El Mundo über Ansteckungsgefahr im Flugzeug:

                              Experten gehen davon aus, dass die Anwesenheit einer infizierten Person an Bord eine 80 bis 100%ige Ansteckungsgefahr für die beiden vorderen und hinteren Reihen bietet
                              https://www.elmundo.es/economia/2020...4318b4624.html
                              Wenn ich alt bin, ziehe ich aufs Dorf und werde als der verrückte Opa bekannt, der in seinem Garten eine eigene Achterbahn errichtet hat, um die alle Kinder ihn beneiden, doch er lässt nur sein Hausschwein Rüdiger damit fahren

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