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Der Süden Teneriffas nimmt nach der Pandemie endlich Fahrt auf

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  • Der Süden Teneriffas nimmt nach der Pandemie endlich Fahrt auf

    Der Kopf und der Schwanz. Zu dieser Jahreszeit bietet der Süden Teneriffas ein Bild, das nichts mehr mit dem zu tun hat, das er vor etwas mehr als einem Jahr bot, als die Virulenz der Pandemie die Bevölkerung in ihre Häuser trieb und den wichtigsten Wirtschaftszweig des Archipels zu einem noch nie dagewesenen touristischen Nullpunkt führte.


    Die bis auf den Grund geschlossenen Hotels, die menschenleeren Strände, die Autobahnen ohne Verkehr und die bis auf den Grund heruntergelassenen Geschäfte, Bars und Restaurants haben sich erholt und bieten heute ein ermutigendes Bild, das weit von dem entfernt ist, was sie damals ausmachten. Es ist die Zeit vor und nach COVID, zwei verschiedene Welten.


    In den Touristengebieten an der Küste hört man das Rauschen der Wellen und das Kreischen der Möwen nicht mehr. Das geschäftige Treiben, die Musik, das Geplauder auf den Terrassen, die Tauchgeräusche in den Schwimmbädern, das Geschrei der Kinder an den Stränden und der Verkehr von Lieferwagen, Mietwagen und Touristenbussen sind wieder da.

    Es gibt kaum noch sichtbare Spuren der Verwüstung durch einen mikroskopisch kleinen Feind, der die Badestellen, Promenaden, Straßen, Bürgersteige und Freizeiteinrichtungen leergeräumt und zum Schweigen gebracht hat.


    Damals zählte der Süden die Tage, bis sich die öffentlichen Plätze mit Menschen füllten, die Hotelfenster weit geöffnet wurden, der Himmel mit Flugzeugen voller Touristen gefüllt wurde und man kurz gesagt aus einem Alptraum erwachte, der ewig zu dauern schien und der in einen perfekten Sturm verpackt war, der sich mit dem Brexit, dem Konkurs des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook, der den kanarischen Tourismussektor in die Knie zwang, einem Energie-Nullpunkt und der größten Sandinvasion seit einem halben Jahrhundert, die die Schließung der Flughäfen der Inseln erzwang, zusammenbraute.


    Am 24. Februar läuteten dann alle Alarmglocken, als das Hotel H-10 Costa Adeje Palace - die erste vollständig gesperrte touristische Einrichtung der Welt - isoliert werden musste, nachdem ein italienischer Tourist positiv auf COVID-19 getestet worden war. Die von den Gesundheitsbehörden verhängte, beispiellose Quarantäne für 900 Personen (einschließlich Kunden und Arbeitnehmer), die beim Arbeitgeberverband der Hotelbranche und bei der kanarischen Regierung selbst Zweifel auslöste, weil sie eine massive Stornierung von Buchungen befürchtete, brachte den Hotelkomplex in La Caleta für mehr als zwei Wochen in den Blickpunkt der internationalen Medien.


    Diese Notsituation, die gut gemeistert wurde, wie die geringe Zahl der Infizierten (sechs Touristen) beweist, endete mit einem ikonischen Bild, das um die halbe Welt im Fernsehen zu sehen war: die Abreise der Gäste, die dem medizinischen Personal an den Toren des Hotels applaudierten. Aber hinter der nächsten Ecke wartete eine harte Realität, die niemand kommen sah, nicht einmal, als China in Wuhan Krankenhäuser in 10 Tagen baute, und im Süden scherzte man über den Vergleich mit den 30 Jahren, die es dauerte, bis das Krankenhaus in El Mojón fertig war.


    Jetzt hat sich die Landschaft völlig verändert. Die Aussichten für die bevorstehende Herbst-Winter-Saison sind günstig. Nach mehreren gescheiterten Starts aufgrund aufeinander folgender Pandemiewellen unterstützt die allgemeine Impfung der europäischen Bevölkerung eine Erholung, die diesmal ernsthaft ist, wenn auch mit bleiernen Füßen angesichts möglicher viraler Varianten.


    Für die heute offiziell beginnende Wintersaison haben die Fluggesellschaften nach Angaben der AENA 6,4 Millionen Sitze für Teneriffa Süd eingeplant, das sind 25 % mehr als vor zwei Jahren, als das Coronavirus noch nicht grassierte. Die Zahlen des Fremdenverkehrsamtes weisen in die gleiche Richtung, und es rechnet vorläufig damit, dass das Jahr 2021 mit mehr als 6 Millionen Besuchern abschließt.


    Die Inselgruppe ist zuversichtlich, dass sie ab November mit 140 Reisezielen, das sind nur 13 weniger als vor der Pandemie, den Großteil ihrer Verbindungen wiederherstellen kann. Die regelmäßigen Verbindungen zu den nordischen Ländern gingen verloren, während sie zu Südeuropa (insbesondere Frankreich und Italien) zunahmen. Nach den Zahlen der Consejería entfällt auf das Vereinigte Königreich mit 2,2 Millionen geplanten Sitzplätzen erneut die größte Anzahl von Sitzplätzen, das sind 6 % mehr als vor zwei Wintern.


    Der Süden Teneriffas ist führend bei der Eröffnung von touristischen Einrichtungen auf der Insel, da mehr als 92 % der Hotel- und sonstigen Einrichtungen in Betrieb sind. Was die Betten betrifft, so sind laut Ashotel derzeit 70 479 der insgesamt 73 553 Betten auf dem Markt, d. h. fast 96 % der Gesamtzahl der Betten.


    Mit der Hochsaison, die mit einer geringen COVID-Inzidenz beginnt, ist der Optimismus in den Sektor zurückgekehrt, auch wenn die Entwicklung der Infektionen in den wichtigsten Herkunftsländern abgewartet wird, in denen "die Reiselust groß ist", wie der Arbeitgeberverband des Hotelgewerbes betont. Das hat nichts mit dem Albtraum und dem Gefühl der Unwirklichkeit von 2020 zu tun.

    https://diariodeavisos.elespanol.com...s-la-pandemia/
    Wenn ich mein Ohr ganz nah an meine Knie halte, kann ich hören, wie der Hosenknopf abplatzt.

  • #2
    Nicht nur im Süden von TF, sondern auf allen Kanaren - abgesehen von La Palma; die Ärmsten!

    Erstaunlicherweise interessieren sich Inselgäste meistens für die (niedrige) Inzidenz hier auf den Kanaren; und weniger für die erhöhte Inzidenz im eigenen Land.

    Naja, mir soll es wurscht sein; für mich ist die Pandemie zwar noch existent, aber innerlich abgeschlossen. Wer sich nicht impfen lässt, lässt es bleiben, und wer sich impfen lässt, hat es i.d.R. schon längst getan. Wer sich weiterhin schützen möchte oder muss, weiß, wie es geht. Und wer sich nicht schützen will oder muss, der lässt es halt sein. Wer eine Booster-Impfung benötigt und möchte, bekommt sie, usw.

    Unter diesen Voraussetzungen kann meinetwegen wieder "Normalmodus" einkehren.

    PS: Was bin ich froh, dass es Covid-Impfstoffe gibt! Ohne diese, würden wir alle nach wie vor recht eingeengt aus der Wäsche gucken.
    Zuletzt geändert von aurora; 01.11.2021, 22:02.

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    • #3
      Fehlt nur noch, dass die umliegenden Länder Deutschland wieder auf die Rote Liste setzen, wenn die Inzidenz dort weiter so fröhlich steigt, dann war's das schon wieder mit dem zarten Aufschwung im Tourismus
      Wenn ich mein Ohr ganz nah an meine Knie halte, kann ich hören, wie der Hosenknopf abplatzt.

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      • #4
        Zitat von Achined Beitrag anzeigen
        Fehlt nur noch, dass die umliegenden Länder Deutschland wieder auf die Rote Liste setzen, wenn die Inzidenz dort weiter so fröhlich steigt, dann war's das schon wieder mit dem zarten Aufschwung im Tourismus
        Die UKs dürfen doch noch scharenweise kommen, oder? .... Und gegen eine Testpflicht (für Urlauber) habe ich eigentlich auch nix, wenn ich dann damit in TF relativ "sicher" bin.
        Fatta la legge, trovato l’inganno

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        • #5
          Hauptsache, sie kommen überhaupt lebend aus dem Flugzeug

          https://www.bild.de/regional/hamburg...8668.bild.html
          Wenn ich mein Ohr ganz nah an meine Knie halte, kann ich hören, wie der Hosenknopf abplatzt.

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