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Rentenbezug Spanien - neue Erkenntnisse

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  • Rentenbezug Spanien - neue Erkenntnisse

    Obwohl noch ein paar Jährchen Zeit sind, heute mal bei SegSoc in Granadilla gewesen wg. ein paar Details zu den Voraussetzungen zur Rentenzahlung durch SegSoc an meine Angetraute:

    Voraussetzungen:
    - 15 Jahre Beitragszahlung insgesamt, auch Beitragszahlungen in D werden anerkannt, aber:
    - mindestens 2(?) Jahre innerhalb der letzten 15 Jahre vor Rentenzahlungsbeginn müssen in Spanien Beiträge entrichtet worden sein
    - die Berücksichtigung von schwangerschafts- und erziehungsbedingten Zeiten ist im Vergleich zu Deutschland deutlich geringer, da schlagen bei 2 Kindern im spanischen Rentenrecht 2 x 112+14 Tage zu Buche, also noch nicht mal 2/3 eines Jahres, im Gegensatz zu ca. 6 Jahren im deutschen Rentenrecht (und dabei bin ich auch nicht sicher, ob das einfließt, wenn die Schwangerschaft bzw. Kindererziehung nicht in Spanien stattgefunden hat)
    - die in D angerechneten kinderbezogenen Zeiten gehen in die o.g. 15 Jahre NICHT ein, was uns doch etwas überrascht hat, würde dafür auch nicht die Hand ins Feuer legen, dass die Dame da ausreichend kompetent antworten konnte
    - auch nach wiederholtem Nachfragen blieb die Dame dabei, dass Teilzeitarbeiten nicht nur die Rentenhöhe entsprechend nach unten beeinflussen, sondern auch nur anteilig in die o.g. 15 Jahre eingehen.

    Auch die Rentenhöhe in E ist doch sehr mickrig im Quervergleich.

    Ich kann mir nicht verkneifen, ein paar Highlights aus dem Gespräch wiederzugeben:

    Auf die Frage, welche Voraussetzungen für einen Rentenbezug vorliegen, sinngemäße erste Antwort: Arbeiten Sie halt mal bis zum Rentenalter, dann werden wir sehen.

    Auf die Frage nach möglicher Höhe einer Witwenrente: Das berechnen wir dann, wenn ihr Menne unter der Erde liegt.

    Abstrakt gesehen, schlägt da wieder mal der Mentalitätsunterschied voll durch, nämlich vorausschauendes Handeln geht hier gegen 0.

    Ziemlich heftig finde ich auch die Sache mit den 2 Jahren innerhalb der letzten 15 Jahre vor Rentenbezug. Das heißt konkret, wenn jemand, aus welchen Gründen auch immer, sagen wir mal vom 20. bis 50. Lebensjahr in Spanien gekeult hat und dann ins Ausland zieht, dort bis 66 Jahre weiterkeult, hat er in Spanien aus der in Spanien getätigten Arbeit keinen Anspruch, weil die besagten 2 Jahre innerhalb der letzten 15 Jahre in Spanien nicht vorliegen. Evtl. rentiert dann hier aber die freiwillige Einzahlung von xxx für 24 Moante, das muss dann aber noch bei der Rentenkasse (also andernorts) genauer erkundet werden, da machen wir demnächst mal nen separaten Termin, bei Interesse berichte ich dann gerne wieder.

    Resümee:
    Es wird ja in Schland in Sachen Rente heftig gejammert, aber das Gejammere mal wieder auf relativ hohem Niveau, wenn man den Quervergleich zu Spanien zieht.

    Wie gesagt, alles ohne Gewähr. Wenn relavant für den einen oder anderen Forianer/*/Forianerin oder meinentwegen Forianende(n), am besten selber nachforschen.

    Beste Infoquelle meiner Meinung nach nicht SegSoz auf TF, sondern diese deutsch-spanischen Rententage....
    Warum hassen Sozialisten die Fitness-Studios? Weil sich harte Arbeit auszahlt und sich Erfolge nicht umverteilen lassen....

  • #2
    Vielen Dank für diesen sehr detaillierten Erfahrungsbericht - ist so ganz nach meinem Foren-Geschmack!
    Zitat von SanLorenzo5 Beitrag anzeigen
    - mindestens 2(?) Jahre innerhalb der letzten 15 Jahre vor Rentenzahlungsbeginn müssen in Spanien Beiträge entrichtet worden sein
    .
    Dies macht mich allerdings stutzig, denn das würde m.W. gegen EU-Recht verstoßen. Es ist ja gerade ein (von vielen) Verdienst(en) der EU, dass alle Beitragszeiten gezählt werden - zumindest seit EU-Eintritt der jeweiligen Länder. Die Anwartschaftszeiten sind allerdings nach wie vor national verschieden*. In Spanien gab es da vor nicht allzu langer Zeit eine Änderung. Details muss ich noch rauskramen. Bin gerade in D-Land unterwegs (bei schönstem Wetter!)und habe nur eine doofe Tastatur, die macht, was sie will.

    *Nachtrag: Sowie auch das Renteneintrittsalter. Beides ist jeweils zu berücksichtigen.
    Zuletzt geändert von aurora; 25.04.2019, 19:17.

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    • #3
      Mir hatte das eine meiner Schwägerinnen erzählt und ich wollte es nicht glauben. Hab da heute noch mal nachgehakt und fand es bestätigt. Natürlich sind wir nicht davon betroffen, aber trotzdem finde ich es extrem heftig, zumal es nicht nur um die Anwartschaftszeiten geht, sondern ganz konkret auch um die Frage, wann Du wo gearbeitet hast.

      Nun, mit den Verstößen gegen EU-Recht ist unsere Wahlheimat ja sowieso Spitzenreiter, scheint die Verantwortlichen nicht weiter zu stören und die EU reagiert auch nur im Schneckentempo.
      Warum hassen Sozialisten die Fitness-Studios? Weil sich harte Arbeit auszahlt und sich Erfolge nicht umverteilen lassen....

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      • #4
        Habe die neuen/aktuellen Regelungen gefunden - s. Link (spanisch): Es ist eine nationale Regelung, die für alle SegSoc-Mitglieder gilt, dass innerhalb der letzten 15 Jahre vor Rentenbeginn 2 Jahre Beiträge zu zahlen sind. Diese Regelung ist also EU-konform. Die Auskunft ist also korrekt.
        Es necesario estar afiliado a la Seguridad Social, cumplir la edad legal mínima de retiro en cada momento y haber cotizado un mínimo de 15 años

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        • #5
          Danke, Aurora, aber dann ist es doch wohl so, dass es egal ist, in welchem EU-Land diese 2 Jahre abgeleistet werden, oder? Insofern muss ich meine Ausführungen da etwas korrigieren...zumindest für das EU-Ausland.
          Warum hassen Sozialisten die Fitness-Studios? Weil sich harte Arbeit auszahlt und sich Erfolge nicht umverteilen lassen....

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          • #6
            Hmm, keine Ahnung. Theoretisch ja, denn für die Anwartschaften ist es wurscht, in welchem EU-Land gearbeitet wurde. Meine Hand würde ich für diese Vermutung allerdings nicht ins Feuer legen.

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