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Mieterschutz bei langfristiger Anmietung

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    Gemeinhin wird ja gesagt, dass Mieter in Spanien überdurchschnittlich komfortabel geschützt sind.

    Offenbar gilt dies, wenn ich diverse gelesene Texte richtig interpretiere, aber nicht bei sehr langfristigen Mietdauern. Demnach werden nach altem Recht 5 Jahre plus 3 Jahre Mietdauer vorgesehen, nach neuem Recht nur noch 3 Jahre. Danach kann der Vermieter (im Falle monatlicher Zahlung) dem Mieter mit 4-Wochen Frist mitteilen, dass er nicht an einer Verlängerung des Mietverhältnisses interessiert ist. In Deutschland dagegen ist es doch ziemlich schwierig, außer bei Eigenbedarf, jemanden aus der Wohnung rauszubekommen, wenn er schon lange da wohnt.

    Seh ich das ungefähr richtig?

    Warum hassen Sozialisten die Fitness-Studios? Weil sich harte Arbeit auszahlt und sich Erfolge nicht umverteilen lassen....

  • #2
    Habe mich da jetzt nicht detailliert eingelesen. Mir sind allerdings ein paar praktische Fälle aus der Umgebung bekannt: Dort konnte im Fall eines langjährigen Mieters nur gekündigt werden , weil die Miete über einen ziemlich langen Zeitraum nicht gezahlt wurde. Das Verfahren der "Entmietung" hat allerdings halbe Ewigkeiten gedauert.

    Bezüglich des neuen Mietrechts kann ich aus der Praxis aus unserer direkten Umgebung ebenfalls berichten. Das "Entmietungsverfahren" (die Mieterin hat nach dem Einzug 1 x Miete gezahlt und danach gar nicht mehr) hat "nur noch" 2 Jahre nach Einreichen der Klage gedauert. Die Mieterin musste raus; auf allen Kosten sind die Vermieter allerdings sitzen geblieben. Sie vermieten nun gar nicht mehr; ist ihnen einfach zu teuer.

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    • #3
      Danke, aber es geht gar nicht mal um das neue Mietrecht. Ist aber egal. Jedenfalls scheint sich der Mieterschutz auf maximal 8 Jahre zu beziehen, danach ist der Vertrag theoretisch auf alle Fälle beendet. Tun beide Parteien nichts, verlängert sich das Mietverhältnis um jeweils die Dauer, für die Miete entrichtet wird, also im Normalfall 1 Monat. In Alemania ist es ja so, dass, wenn man 8 Jahre oder länger irgendwo zur Miete wohnt, der Vermieter eine Kündigungfrist von - ich denke - 9 Monaten einhalten muss. Hier scheint es sowas nicht zu geben.
      Warum hassen Sozialisten die Fitness-Studios? Weil sich harte Arbeit auszahlt und sich Erfolge nicht umverteilen lassen....

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      • #4
        Weiß ich leider nicht. Der gerne angewandte "Trick" ist (insbesondere in Spanien, einem Land schleppender und verschleppter Gerichtsverfahen), die Miete gar nicht mehr zu zahlen und den Prozess am Sanktnimmerleinstag abzuwarten.

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        • #5
          Zitat von aurora Beitrag anzeigen
          Habe mich da jetzt nicht detailliert eingelesen. Mir sind allerdings ein paar praktische Fälle aus der Umgebung bekannt: Dort konnte im Fall eines langjährigen Mieters nur gekündigt werden , weil die Miete über einen ziemlich langen Zeitraum nicht gezahlt wurde. Das Verfahren der "Entmietung" hat allerdings halbe Ewigkeiten gedauert.

          Bezüglich des neuen Mietrechts kann ich aus der Praxis aus unserer direkten Umgebung ebenfalls berichten. Das "Entmietungsverfahren" (die Mieterin hat nach dem Einzug 1 x Miete gezahlt und danach gar nicht mehr) hat "nur noch" 2 Jahre nach Einreichen der Klage gedauert. Die Mieterin musste raus; auf allen Kosten sind die Vermieter allerdings sitzen geblieben. Sie vermieten nun gar nicht mehr; ist ihnen einfach zu teuer.
          Für den Falll das der Mieter die Miete nicht zahlt ist dieser Zeitraum völlig unangemessen.

          @San Lorenzo - auch bei Eigenbedarf ist es in Deutschland schwierig, falls der Mieter alt ist und sehr lange dort wohnte.

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          • #6
            So, hab selbst noch nen interessanten Text gefunden, in welchem die Regelungen nach Ablauf der 8 Jahre und insbesondere die Umstände der stillschweigenden Verlängerung erläutert werden.

            https://www.mundojuridico.info/reque...arrendamiento/

            Das ist schon etwas frustrierend für einen langjährigen Mieter. Da tröstet tatsächlich nur der Hinweis Auroras auf die Zeitdauer, bis ein Räumungsprozess zustande kommt. Tja...oder Aurora leiht mir mal die Kettensäge, grins.
            Warum hassen Sozialisten die Fitness-Studios? Weil sich harte Arbeit auszahlt und sich Erfolge nicht umverteilen lassen....

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            • #7
              Nach der Mietrechtsreform von 2013 gibt es schon wieder eine, die soweit ich weiß jetzt im März in Kraft tritt. Die Sozialisten haben dabei - wie man sich denken kann - einen verbesserten Mieterschutz beabsichtigt. Wie einige Zeitungen diese Woche aber berichten, könnte der Schuss aber nach hinten losgehen, weil die neuen Paragraphen möglicherweise Besitzer davon abhalten könnten, zu vermieten. Stattdessen könnte - wie teilweise prognostiziert wird - der Wunsch nach Verkauf der bislang vermieteten Immobilien aufkommen, was sich dann hoffentlich auf die Preise auswirken könnte.

              https://www.libremercado.com/2019-03...os-1276635001/

              Hier die wichtigsten Änderungen im einzelnen:

              http://www.eltambor.es/2019/03/el-bo...ana-miercoles/
              Also, wer sein Traumhaus in bester Lage von Arona oder Adeje deshalb für < 100.000 € loswerden will, kann sich dann mal vertrauensvoll an mich wenden...:mail1:
              Zuletzt geändert von SanLorenzo5; 25.03.2019, 20:45.
              Warum hassen Sozialisten die Fitness-Studios? Weil sich harte Arbeit auszahlt und sich Erfolge nicht umverteilen lassen....

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              • #8
                Tomas: :yahoo::yahoo: (beste Lage Arona oder Adeje < 100 TD)
                hört sich so an:
                rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln.
                Ob Mieter damit besser fahren?

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                • #9
                  Wahrscheinlich leben sie nicht besser, wenn das Angebot tatsächlich zurückgehen sollte.

                  Mich interessiert ein Detail ganz besonders, nämlich die Sache mit der stillschweigenden Verlängerung, also wenn weder Mieter noch Vermieter dem jeweils anderen die Absicht der Vertragsbeendigung mitteilen.

                  Nach altem Recht war die Dauer der Verlängerung (jedenfalls nach Ablauf der ersten 8 bzw. seit 2013 6 Jahren) von der Art der Mietzahlung abhängig, also bei monatlicher Zahlung wurde für je einen weiteren Monat verlängert und entsprechend bei jährlicher Zahlung für je ein weiteres Jahr.

                  Weiß jemand, wie das nun ist und ob nach altem Recht abgeschlossene, aber eigentlich abgelaufenene Verträge innerhalb der stillschweigenden Verlängerung nach neuem Recht behandelt werden?

                  (Die gleiche Frage betrifft ja auch den nötigen Vorlauf der Kündigung, der ja nun 2 Monate für den Mieter bzw. 4 Monate für den Vermieter beträgt.)
                  Warum hassen Sozialisten die Fitness-Studios? Weil sich harte Arbeit auszahlt und sich Erfolge nicht umverteilen lassen....

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