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Die vertraulichen Sprachregelungen der ARD

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  • Die vertraulichen Sprachregelungen der ARD

    Tagesschau-Redakteure sind beim Formulieren ihrer Texte an interne Richtlinien gebunden, die offenbar auch politische Wertungen vorgeben. Nun äußert sich Chefredakteur Kai Gniffke dazu:

    Hier geht's weiter
    Wenn die Jugend die Hoffung verliert, dann hat die Gesellschaft keine Zukunft mehr

  • #2
    Das überrascht mich jetzt nicht. Jedes Unternehmen entwickelt interne und externe Sprachregelungen, Stichwort "Corporate-Language". Warum sollte ein Unternehmen, welches das Produkt "Nachrichten" verkauft, diese Regeln nicht haben.

    Überraschend ist lediglich die Unterstellung einer Wertung.

    Kommentar


    • #3
      Zitat von "Gerrit" pid='6967' dateline='1498995621'

      Überraschend ist lediglich die Unterstellung einer Wertung.
      Hast du alle 4 Seiten gelesen? Leider gibt es die Darstellungsmöglichkeit "alles auf einer Seite" nicht.

      Beispiel von Seite 3:

      "Mit anderen Worten: Die ARD gibt einem politischen Akteur kein negativ gefärbtes Beiwort mehr, weil der Akteur inzwischen jedem bekannt ist, das Publikum der "Orientierung" also nicht mehr "bedarf". Man kann Gniffke hier kaum anders verstehen, als dass es am Ende eben doch um das Einsortieren eines als "negativ" begriffenen Akteurs in eine Schublade geht.
      Der Knackpunkt dabei: Wiederum verwendet der Chefredakteur den Begriff "Einordnung" anstelle von "Wertung", ohne den Unterschied zu erklären. Alles fußt auf der Unterstellung, die "Einordnungen" wären völlig wertneutral und sachlich. Doch der Übergang von der Einordnung zur Wertung ist eben fließend. Ergänzungen wie "rechtspopulistisch", "Terrormiliz" oder "Machthaber" transportieren einen politischen Standpunkt dem Beschriebenen gegenüber.
      "
      Wenn die Jugend die Hoffung verliert, dann hat die Gesellschaft keine Zukunft mehr

      Kommentar


      • #4
        Ich habe alle vier "Seiten" gelesen und auch wenn er bei Heise veröffentlicht ist, halte ich ihn für tendenziös. Spätestens bei Volker Bräutigam sollte man aufhorchen.

        Kommentar


        • #5

          Interessante Vita von Volker Bräutigam. Als Insider verfügt er über Wissen welches nicht jedem im vollen Umfang zugänglich ist. Obwohl er Gewerkschaftsfunktionär war trat er 2012 aus der Gewerkschaft ver.di aus. Seine abgegebene Erklärung klingt plausibel. Er wollte sich nicht weiterhin als „Mitläufer einer systemkonformen SPD-Kollaboration“ verbiegen.

          Daß es die Corporate Language (Unternehmenssprache) gibt ist kein Geheimnis. Allerdings müßte einem die Art und Weise, wie in der öffentlich rechtlichen Organisation ARD agiert wird, schon zu denken geben dürfen. Man hat ja in Dland durch die Zwangsabgabe bei den Rundfunk- und Fernsehgebühren nicht einmal mehr die Wahl seiner Kritik Ausdruck zu verleihen.

          Fazit: Eine tendenziöse Meinung muß ja per se nicht gleich falsch oder negativ sein.
          Wenn die Jugend die Hoffung verliert, dann hat die Gesellschaft keine Zukunft mehr

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          • #6
            Zitat von "kubde" pid='6989' dateline='1499027303'

            Fazit: Eine tendenziöse Meinung muß ja per se nicht gleich falsch oder negativ sein.
            Ist klar, ne?

            Aber wer weiß schon, außer den wenigen Eingeweihten, ob es sich um eine "false flag attack" oder um einen, nicht so populären, "false friend approach" handelt?

            fake as fake can, ist wohl die Devise.

            Wohl dem, der sich mit noch funktionierenden Augen einen eigenen Eindruck bilden kann, um geeignete Schlussfolgerungen zu ziehen.
            Wer's jetzt nicht rafft soll weiterschlafen...

            Kommentar


            • #7
              @kubde
              Tendenziös: Nicht objektiv, sondern von einer bestimmten Tendenz beeinflusst.
              Falsch oder negativ, das ist jetzt deine Interpretation.

              Kommentar


              • #8
                Zitat von "SanLorenzo5" pid='6990' dateline='1499027743'
                Zitat von "SanLorenzo5" pid='6990' dateline='1499027743'
                Wohl dem, der sich mit nochfunktionierenden Augen einen eigenen Eindruck bilden kann, um geeignete Schlussfolgerungen zu ziehen.


                Mit meinen funktionierenden Augen las ich folgenden Text:

                In Die Tagesschauer. Ein Tagesschau-Redakteur berichtet (1982) analysierte Bräutigam Strukturen und Arbeitsweisen der Tagesschau-Redaktion im Spannungsgeflecht wirtschaftlicher und politischer Einflüsse und kam – als noch aktiver Redakteur – zu dem Schluss, dass die Tagesschau das bringe, „was unsere politischen Zustände bestätigt und verfestigt und was die von den öffentlichen Medien gesteuerten Massen angeblich hören und sehen wollen“. Ursachen machte Bräutigam vor allem in der von ihm mitbezeugten massiven parteipolitischen Einflussnahme über die Aufsichtsgremien aus: „Keiner wird bei uns Intendant, der den Parteien insgesamt kritisch gegenüber steht. Keiner wird Chefredakteur, es sei denn er hat die richtigen Beziehungen oder das richtige Parteibuch“. In einer Rezension für Die Zeit bezeichnete Hans-Heinrich Obuch diese Einblicke als „anschaulich und exakt“.
                In Die Falschmünzer-Republik - Von Politblendern und Medienstrickern, von Klaus Stuttmann illustriert, stellt Bräutigam seine Kritik an der mangelnden Beachtung des Rundfunkrechts dar. Er schildert aus seiner Erfahrung, wie sich „verantwortungsvolle journalistische Arbeit abwürgen und der Informationsauftrag öffentlich-rechtlicher Medien zur methodischen Deformationsmasche mutieren lassen“. Bräutigam macht in seiner Analyse der Bundestagsdebatte zum Rundfunkrecht deutlich, wie nach seiner These das Rundfunkrecht und die verbürgte journalistische Unabhängigkeit gebeugt würden. Die Massenmedien würden mehrheitlich „mittels Falschinformation und aggressiver Intoleranz“ die bestehenden gesellschaftlichen Missverhältnisse rechtfertigen, sie fördern und verschärfen. Dabei würden die Medien zu „Falschmünzer(n) im Interesse jener Eliten, die unbegrenzt Reichtümer aufhäufen und mittlerweile unbeschränkt Macht ausüben. Und dies ohne jede demokratische Legitimation.“ Bräutigams Kritik bezieht sich hauptsächlich auf die China-Berichterstattung.

                Quelle: Publikationen



                Zitat von "Gerrit" pid='6991' dateline='1499028024'
                Zitat von "Gerrit" pid='6991' dateline='1499028024'
                @kubde
                Tendenziös: Nicht objektiv, sondern von einer bestimmten Tendenz beeinflusst.
                Falsch oder negativ, das ist jetzt deine Interpretation.


                Danke für die Erklärung. Info kam an.


                Fazit: Eine interessante Entwicklung das ist. Viel gelernt man hat hier im Forum. Man tut es oder tut es nicht. Es gibt kein Versuchen. Weise Worte man hier findet. Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler. Euch zu sehen mein Herz aufs Wärmste erfreut.

                Bin gespannt wann die "Deus ex machina" ihren Auftritt hat.
                Wenn die Jugend die Hoffung verliert, dann hat die Gesellschaft keine Zukunft mehr

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                • #9
                  Wer's jetzt nicht rafft soll weiterschlafen...

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                  • #10
                    Und auch für #9 gilt: Info kam an.
                    Wenn die Jugend die Hoffung verliert, dann hat die Gesellschaft keine Zukunft mehr

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                    • #11
                      O glücklich!wer noch hoffen kann
                      Aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen.
                      Was man nicht weiß das eben brauchte man,
                      Und was man weiß kann man nicht brauchen.

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