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Elsass stellt Beatmung für über 80-Jährige ein und macht Sterbebegleitung

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    https://www.stern.de/gesundheit/coronakrise--alte-werden-nicht-mehr-beatmet---dramatische-zustaende-im-elsass-9200170.html

    :shok:
    Neue Ultraschall-Zahnbürste benutzt. Jetzt 127 Fledermäuse und einen Batman im Badezimmer.

  • #2
    Wie schändlich ! Absolut menschenverachtend ! .... Krisen kristallisieren immer den "Menschen" in uns heraus: Das Beste UND das Schlimmste .... (IMHO!)
    Fatta la legge, trovato l’inganno

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    • #3
      Jeder Patient hat ein Anrecht darauf, adäquat behandelt zu werden. Natürlich auch alle anderen Nicht-Corona-Patienten, die jetzt auf der Wartebank ausharren müssen. Leider müssen wir noch ein paar Tage warten, bis die Bewegungseinschränkungen dazu führen, die Infektionsfälle deutlich abnehmen zu lassen auf ein dann hoffentlich kontrollierbares Maß.

      Auch auf den Kanaren steht uns der Peak noch bevor.

      PS: Allerdings möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Medizin es bisweilen bei den lebenserhaltenden Maßnahmen - auch umgekehrt - auf die Spitze treibt. In meiner angeheirateten Familie gab es den Fall einer 95-Jährigen, die die letzten 10 Lebensjahre auf Teufel komm raus am Leben gehalten wurde, obwohl sie alles andere als am Leben teilnehmen konnte. Sie hatte bedauerlicherweise keine Patientenverfügung. Auch nicht gut!
      Zuletzt geändert von aurora; 26.03.2020, 21:15.

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      • #4
        Ich bin zwar (oder schon, je nach dem) 70 Jahre alt aber ich weiss nicht, ob und wann ich sterben möchte bzw. unter welchen Umständen in mir der Wunsch dazu gegeben wäre.
        Natürlich können jede Menge rationale oder gefühlsmäßige Argumente dafür oder dagegen sprechen, aber ich habe Bedenken gegen eine Patientenverfügung in allen denkbaren Möglichkeiten.

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        • #5
          Mit einer Patientenverfügung kannst Du entscheiden, was zu tun oder zu unterlassen ist. Ärzte müssen zum Wohl des Patienten handeln; im Zweifelsfall also eher für lebenserhaltende Maßnahmen, wenn der Fall der Fälle nicht durch Dich anders geregelt wurde. Der jetzige Zustand in einigen "Corona-Krankenhäusern" sollte von den Vorteilen einer Patientenverfügung (und weiteren Vorsorgemaßnahmen) nicht ablenken - es ist ein absoluter Ausnahmezustand.

          Ich bin heilfroh, dass ich bei meinem letzten Aufenthalt in Deutschland mit meiner Mutter ganz in Ruhe eine "Vorsorgemappe" durcharbeiten konnte. Und sie war es letztendlich auch. Und wir hatten viele gute Gespräche; und vor allem die Ruhe dazu, weil nichts Akutes anlag. Ihre betagten Organe möchte sie keinesfalls spenden :biggrin:

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          • #6
            Das ist das Thema: Anzahl der Intensivbetten und Beatmungsgeräten.
            Oder generell die Kapazitäten eines Gesundheitswesens.
            Es ist die schiere Not und die pure Verzweiflung, die hinter diesem Artikel steht.
            Aber wir dürfen uns nichts vormachen: diese Selektion und dieses Zuteilen knapper Kapazitäten / Ressourcen gibt es überall und nicht nur bei Corona.
            Bei den chronisch unterfinanzierten Gesundheitssysteme wie Italien oder GB oder auch ES wird das alles andere als ein Zuckerschlecken und selbst wenn diese Meldung so nicht für alle Länder extra erscheint, GEMACHT wird es überall, wo mehr Kranke als Beatmungsgeräte vorhanden sind.
            Gestern sagte ein US Arzt, es sei nicht nur das Alter dafür ausschlaggebend sondern vor allem die Schwere der mitgebrachten Vorerkrankungen.
            Also schwere Lungenerkrankung, fortgeschrittener Krebs und ausgeprägte Herzschwäche.

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            • #7
              Hier ist ein Video genau über diese Selektion in D.
              https://www.focus.de/gesundheit/covi..._11817151.html

              Und ein guter Artikel: https://www.manager-magazin.de/polit...a-1305773.html

              Wer wird noch behandelt, wenn es nicht mehr genug Plätze auf der Intensivstation gibt? Deutsche Ärzte haben jetzt Empfehlungen entwickelt. Das Alter allein ist demnach nicht ausschlaggebend.

              Schon jetzt liegen in Deutschland mehr als 800 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen, mehr als 500 müssen beatmet werden. Noch reichen die Kapazitäten aus, um alle kritisch Erkrankten zu versorgen. Deutschlands Notfall- und Intensivmediziner bereiten sich jedoch bereits auf Engpässe vor.

              "Nach aktuellem Stand der Erkenntnisse zur Covid-19-Pandemie ist es wahrscheinlich, dass auch in Deutschland in kurzer Zeit und trotz bereits erfolgter Kapazitätserhöhungen nicht mehr ausreichend intensivmedizinische Ressourcen für alle Patienten zur Verfügung stehen", heißt es in einem Dokument, das sieben Fachgesellschaften gemeinsam verabschiedet haben.

              Das Schreiben enthält medizinische und ethische Empfehlungen, die Ärzten und Pflegern dabei helfen sollen, auf einer überlasteten Intensivstation zwischen den Patienten in Lebensgefahr zu priorisieren. Dabei entscheiden sie zwischen Leben und Tod. "Eine enorme emotionale und moralische Herausforderung für das Behandlungsteam", so umschreiben es die Fachorganisationen in ihrem Papier.

              Das Prinzip der Triage: So viele Leben retten wie irgend möglich

              "Sollten wir in die schwierige Situation kommen, zwischen Patienten entscheiden zu müssen, dann wollen wir gewappnet sein", sagt Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). "Wir wollen am Ende dieses schwierigen, schmerzlichen Prozesses sagen können: Es war eine fundierte, gerechte Entscheidung."

              Können nicht mehr alle lebensbedrohlich erkrankten Patienten behandelt werden, kommt das Prinzip der Triage aus der Katastrophenmedizin zum Einsatz. Dabei werden die Patienten anhand bestimmter Kriterien priorisiert. Das Ziel ist, mithilfe der begrenzten Ressourcen so viele Leben wie möglich zu retten.

              Alter soll kein Kriterium für die Auswahl sein

              Gibt es etwa nicht mehr genug Beatmungsgeräte, werden Patienten zurückgestellt, bei denen es keine oder nur eine sehr geringe Aussicht auf eine erfolgreiche Behandlung gibt. "Vorrangig werden dann diejenigen Patienten klinisch notfall- oder intensivmedizinisch behandelt, die dadurch eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit beziehungsweise eine bessere Gesamtprognose (auch im weiteren Verlauf) haben", heißt es in dem Papier.

              Dabei sei wichtig, zwischen allen kritisch erkrankten Patienten zu entscheiden und nicht nur innerhalb der Gruppe der Covid-19-Erkrankten. Das bedeutet, dass im Zweifel auch Patienten mit einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall von der Entscheidung betroffen sein können. Auch sei nicht zulässig, die Entscheidung nur vom Alter oder sozialen Kriterien abhängig zu machen, schreiben die Fachgesellschaften.

              Dem 80-Jährigen werde in Deutschland nicht von vornherein die Behandlungsmöglichkeit verweigert, erklärt Janssens, der als Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler arbeitet.

              "Die Kollegen in Italien und Spanien sind jetzt schon schwer traumatisiert"

              Zu den Entscheidungskriterien zählen stattdessen neben dem aktuellen Zustand auch weitere Erkrankungen. Wer etwa eine sehr weit fortgeschrittene Krebserkrankung oder ein fortgeschrittenes Leberversagen hat, wird eher zurückgestellt. Ebenfalls nicht behandelt wird, wenn der Patient keine Intensivtherapie wünscht. Dieser Grundsatz sollte aber immer gelten, auch wenn genügend Betten und Geräte zur Verfügung stehen.

              Neben Kriterien für eine Priorisierung enthält das Papier auch Empfehlungen dafür, wer die Entscheidung treffen soll. Demnach sollte - falls möglich - jeder Fall in einem Team aus mindestens drei Personen diskutiert werden und zwar von:
              • möglichst zwei intensivmedizinisch erfahrenen Ärzten,
              • möglichst einem Vertreter der Pflegenden,
              • gegebenenfalls aber auch weiteren Fachvertretern.

              Noch handelt es sich bei den Empfehlungen in Deutschland nur um ein theoretisches Konstrukt. Gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder praktische Erfahrungen, soll das Papier angepasst werden. Schon jetzt sind Fachleute dazu aufgerufen, es zu kommentieren.

              Es sei erschütternd gewesen zu sehen, unter welchem Druck Kollegen in anderen Ländern bereits Entscheidungen dieses Ausmaßes hätten fällen müssen, ohne irgendeine Orientierung zu haben, sagt Janssens. "Die Kollegen in Italien und Spanien sind jetzt schon schwer traumatisiert. Das geht an niemandem spurlos vorbei."

              Der Kriterienkatalog solle Ärzten in Deutschland deshalb als Stütze dienen. Außerdem sei wichtig, an alle in der Bevölkerung zu kommunizieren, dass in dieser schwierigsten aller Situationen nicht einfach nach Bauchgefühl entschieden werde.


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              • #8
                Zum Glück verschenkt Dyson jetzt Intensivbetten mit Beatmung.

                https://www.mimikama.at/allgemein/dy...et-entwickelt/

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                • #9
                  Macro, das GROSSMAUL EUROPAS, ist nicht imstande, seine Bevölkerung adäquat zu versorgen/beschützen, dafür führt er in halb Afrika Krieg.
                  SCHANDE!

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                  • #10
                    Zitat von maxxx Beitrag anzeigen
                    Wie schändlich ! Absolut menschenverachtend ! .... Krisen kristallisieren immer den "Menschen" in uns heraus: Das Beste UND das Schlimmste .... (IMHO!)
                    Ich sehe das nicht so.

                    Sie haben nicht genug Kapazitäten und MÜSSEN sich entscheiden wen sie vorrangig behandeln. Es ist doch die logische Konsequenz, dass sie jüngere und generell fittere Personen vorrangig behandeln, die haben einfach in der Regel noch mehr Lebenszeit vor sich. Das wird, wenn es hart auf hart kommt, bei uns auch nicht anders laufen.

                    Ob man sich besser vorbereiten hätte können, das steht auf einem anderen Blatt. Aber das Kind ist nun schon in den Brunnen gefallen.

                    Tragisch für die Betroffenen, aber was ist denn die Alternative? Die Jungen sterben lassen?

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                    • #11
                      Es gehen übrigens Fake News rum, dass in Madrid auch schon die 65-Jährigen nicht mehr beatmet werden.
                      Das entbehrt jeglicher Grundlage.

                      https://www.larazon.es/madrid/202003...733oukygq.html
                      Neue Ultraschall-Zahnbürste benutzt. Jetzt 127 Fledermäuse und einen Batman im Badezimmer.

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                      • #12
                        Genau. Es ist die schiere, gnadenlose Selektion derer, die bessere Überlebenschancen habe.
                        Will man einen 20-jährigen sterben lassen, weil der 80-jährige das Gerät belegt?
                        Was sollen die Ärzte denn sonst tun?

                        Klar, man hat von vornherein viel zuwenig GERÄTE und Kapazitäten.
                        Das kann man i.M. nur schwer ändern, also bleibt nur die Selektion.

                        Wie schon gesagt: D hat i.M. ungefähr 30.000 Geräte, - ES um die 4.000 - IT um die 5.000 - GB um die 4.100
                        Das ist ein himmelweiter Unterschied, deshalb werden in ES, IT und GB viel, viel mehr Menschen (vor allem Alte) sterben und die Sterberate viel höher sein.

                        Das ist halt die südliche Mentalität.
                        Problemas?- no te preoccupes .......
                        Vorsorge? - eher weniger ausgeprägt .....

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                        • #13
                          Klare Vorgaben sind wichtig für die Behandelnden. Wie sollen sie denn sonst selektieren, wenn nicht dem Alter nach? Den Einheimischen vor dem Ausländer? Den Arbeitenden vor dem Arbeitslosen? Die Mutter vor der Kinderlosen? Mann vor Frau oder doch eher anders rum?

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                          • #14
                            Es zählen neben dem Alter auch die Grunderkrankungen.
                            Wer eine fortgeschrittene Lungenkrankheit oder fortgeschrittenen Krebs oder ausgeprägte Herzschwäche hat, wird eher nicht beatmet.
                            Alles zusammen, verbunden mit der weiteren Prognose der Gesundheit NACH der Behandlung, ist ausschlaggebend.
                            Zuletzt geändert von Canarias; 28.03.2020, 09:10.

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