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Betrug im Restaurant?

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  • Betrug im Restaurant?

    Manche Restaurants betrügen den Staat - und wir alle zahlen mit unseren Steuern dafür.

    http://www.huffingtonpost.de/sebastian-matthes/rechnung-zwischenrechnung-deutschland-steuern-betrug-_b_16910070.html?1496421864

    "Denn hinter der Zwischenrechnung steckt massenhafter, systematischer Steuerbetrug - und jeder, der regelmäßig in Restaurants geht, hat den Betrug schon erlebt. Die meisten allerdings übersehen ihn. Oder sie wollen ihn nicht wahrhaben.
    Dabei ist die Masche denkbar simpel: Zieht der Wirt nur eine Zwischenrechnung, kann er den Betrag in der Kasse später stornieren - und den gezahlten Betrag steuerfrei verdienen.
    Denn Steuern fallen nur auf ordentliche Rechnungen an. Die werden von den Kassen nummeriert gespeichert.
    Es ist ein Betrugssystem, bei dem Wirte schnell zig Tausend Euro pro Monat hinterziehen können.  ....... 
    Dabei darf das Thema keinem egal sein. Denn es geht hier nicht um kleine Beträge - es ist ein Massenphänomen: Rund zehn Milliarden Euro würden dem Fiskus pro Jahr entgehen, "weil Unternehmen Umsätze nicht oder falsch erfassten", haben Prüfer in einem Bericht an das Bundesfinanzministerium laut „Spiegel" schon vor zwei Jahren gewarnt.
    Und all das, während das Land über Gerechtigkeit und sogar weitere Steuern diskutiert. "

  • #2
    Zig Tausend Euro im Restaurant pro Monat hinterziehen? Nehmen wir das mal als Rechenbasis. Sagen wir mal gut gemeint 50 % der Einnahmen werden hinterzogen (aber damit das dann mit dem Einkauf etc. hinhaut muss der Wirt schon echt gut im Betrügen sein), dann muss also das Restaurant mehrere zig Tausend EURO Umsatz pro Monat machen. Ich habe von Restaurants ja keine Ahnung, aber wenn ich mal bei Rach und Konsorten reinzappe und dort die Zahlen der Wirte sehe, dann gehe ich mal davon aus, dass die Anzahl der Restaurants die solche Umsätze machen, relativ gering ist. Dann also mal Dr. Google angeworfen und dem ersten Link (https://www.fuer-gruender.de/wissen/existenzgruendung-planen/branchentipps/gaststaettengewerbe/) gefolgt:

    "Kennzahlen des Gaststättengewerbes
    Das statistische Bundesamt stellt zahlreiche Daten zur Verfügung (Stand 2012):
    • Es gibt etwa 158.000 Unternehmen im Gaststättengewerbe
    • Davon sind ca. 77.000 Restaurants mit herkömmlicher Bedienung
    • Der durchschnittliche Jahresumsatz der herkömmlichen Restaurants beläuft sich auf 260.000 €.
    • Pro Beschäftigtem beträgt der durchschnittliche Jahresumsatz 30.000 € im bei den herkömmlichen Restaurants
    • Die Gewinnmarge (Nettogewinn im Verhältnis zum Umsatz) beträgt ca. 16% beiden Restaurants"

    Hm, also der durchschnittliche Monatsumsatz sind nach Adam Riese 21.6666 EUR. Wie war das also mit schnell zig tausend EURO Steuerhinterziehung???
    Also jeder der nur die Grundrechenarten beherrscht, Dr. Google bedienen kann und sein Hirn einschaltet, stellt fest hier stimmt etwas nicht. Aber was?

    Die Information stammt von der Huffington Post. Mal Google fragen und siehe da, selbst bei Bild (http://www.bildblog.de/78604/die-grausame-wahrheit-ueber-die-huffington-post/) oder der TAZ (http://www.taz.de/!5057461/) oder im Netz (http://uebermedien.de/2766/das-macht-die-huffington-post-mit-einwanderern/) wird die Huffington Post und ihren schlechten Journalismus gemeckert. Reißerische Überschriften sind da wohl an der Tagesordnung.

    Sicherlich wirdes den aufgezeigten Betrug geben, aber das er so häufig vorkommt wie suggeriert, kann schon rechnerische nicht hinhauen. Entweder ist das nur schlecht recherchiert oder vorsätzliche Meinungsmache (dann frage ich mich aber wofür und warum?). Aber alle können ja mal ihr Stammlokal fragen, wieviel die an Umsatz pro Monat machen und bei allen Restaurantrechnungen schauen, ob "Zwischenrechnung" drauf steht.
    live long and prosper

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    • #3
      Zitat von "Canarias" pid='5420' dateline='1496476422'
      Manche Restaurants betrügen den Staat - und wir alle zahlen mit unseren Steuern dafür.
      Dabei darf das Thema keinem egal sein. Denn es geht hier nicht um kleine Beträge - es ist ein Massenphänomen: Rund zehn Milliarden Euro würden dem Fiskus pro Jahr entgehen, "weil Unternehmen Umsätze nicht oder falsch erfassten", haben Prüfer in einem Bericht an das Bundesfinanzministerium laut „Spiegel" schon vor zwei Jahren gewarnt.
      Und all das, während das Land über Gerechtigkeit und sogar weitere Steuern diskutiert. "
      -------------
      besonders "gut"darin sind, nicht schimpfen: die Griechen.
      Wir fliegen ebenso gerne wie zu den Kanaren auch auf Griechische Inseln.
      Im letzten Jahr besonders aufgefallen:
      1 x gab es eine gedruckte Rechung, zweimal gab es nur die Ansage wieviel wir in dem kleinen Hotel für Essen und trinken bezahlen sollten.
      Natürlich ist es nicht soo einfach, man muss die "weiss verdienten Euros" im Hinterkopf behalten um den Wareneinkauf dann wiederum "ohne Rechnung" auszugleichen.
      -
      Zur "Rettung" der Griechen sei gesagt: fast alle machen das, nicht nur Griechen und nicht nur Restaurants sonder fast jedes Gewerbe!

      Aber wenn ich höre: dem Staat entgehen zig Milliarden Euros...........
      der Staat, jeder Staat, hätte genug Geld wenn nicht die Behörden unser Geld mit vollen Händen rausschmeissen würden.
      -
      Beispiel:
      der Entwicklungsminister besucht ein Land und gibt Zusagen, wofür das Geld dann verwendet wird? ...........
      ein Abschiebeflug wird gebucht, nur einige Figuren sitzen im Flieger - Kosten mal eben 400000.- € ...............
      ein Strasse wird geplant, " mein Schwager" hat ein Bauunternehmen, er erhält einige Infos...............
      Brücke für eine geplante Strasse wird gebaut und steht seit 20 Jahren alleine in der Botanik.........
      -
      diese und sonstige Aufzählungen könnte fast jeder stundenlang auflisten....................

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      • #4
        Steuertricks kosten die EU-Staaten jährlich etwa 173 Milliarden Euro
        SZ vom  25. 04. 2017

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        • #5
          Zitat von "Gerrit" pid='5465' dateline='1496507330'
          Steuertricks kosten die EU-Staaten jährlich etwa 173 Milliarden Euro
          SZ vom  25. 04. 2017
          Woher kommt diese Zahl? (Quelle)
          Wer hat diese Zahl geschätzt?
          Wie ist diese Zahl entstanden?
          Wie ist die Bezugsgröße der Zahl?

          Ohne diese Angaben ist die Zahl doch wertlos und mit diesen Angaben wahrscheinlich noch mehr.
          live long and prosper

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          • #6
            [quote="ThomasHerzog" pid='5494' dateline='1496564632']
            Zitat von "Gerrit" pid='5465' dateline='1496507330'
            Steuertricks kosten die EU-Staaten jährlich etwa 173 Milliarden Euro
            SZ vom  25. 04. 2017
            -----------
            Da regt sich mancher über "kleine Beträge" auf und vergisst ganz die tollen Typen.
            zb.
            Panama Papers......
            Raffgierige Politiker, nicht nur bei der EU......
            schlampig arbeitende Behörden.....wie zb. BAMF mit tausenden Mehrfachanmeldungen.....
            sogenannte Bankenhilfen, weil ja Systemrelevant....................
            nicht zuletzt die Griechenlandhilfe, obwohl kein einziger Euro bei den Griechen ankam..........
            -
            ich will mich heute nicht weiter aufregen und beende daher die Auflistung, es ist ja Pfingsten.
            -
            Daher allen ein frohes Pfingsfest

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            • #7
              Zitat von "ThomasHerzog" pid='5494' dateline='1496564632'
              Woher kommt diese Zahl? (Quelle)
              Die Quelle habe ich angegeben und verlinkt, oder meintest du, woher die SZ die Zahlen hat? Dann solltest du den Artikel auch lesen.

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              • #8
                Zitat von "Gerrit" pid='5497' dateline='1496565178'
                Zitat von "ThomasHerzog" pid='5494' dateline='1496564632'
                Woher kommt diese Zahl? (Quelle)
                Die Quelle habe ich angegeben und verlinkt, oder meintest du, woher die SZ die Zahlen hat? Dann solltest du den Artikel auch lesen.
                Gelesen habe ich das schon:

                "Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die an diesem Donnerstag im Panama-Papers-Untersuchungsausschuss des Europäischen Parlaments vorgestellt werden soll. Die Autoren untersuchten im Auftrag der Abgeordneten die Auswirkungen von Steueroasen und Offshore-Zentren auf die Haushaltseinnahmen in der Europäischen Union. "

                Aber die SZ hat den Skandal-Panamapers ja aufgedeckt und damit ein Interesse an solchen Aussagen - damit auch nicht besser als die Huffington-Post.
                Der im Artikel zitierte Untersuchungsausschuß ebenfalls, weil er ja die Begründung für irgendwelche Maßnahmen durch die Politik einleiten soll. Wer in diesem Ausschuss saß und welche Interessen er jeweils vertreten hat, weiß keiner. Diese Aussagen sind eine solche Komprimierung von irgendwelchen irgendwie aus dem Rippen geleierten Zahlen, dass das alles zu nichts zu gebrauchen ist.

                Es gibt ein einfaches Mittel zu erkennen, das solche Zahlen nichts wert sind. Fehlt die Refferenzzahl - Gesamtsteueraufkommen (5.1 Billion EURO) ; fehlen sonst Hinweise wie die Zahlen genau zustande gekommen sind, wer die Zahlen erruiert hat, welche Interessen diese Personen haben, usw. dann sind diese Aussagen nichts wert (vgl. die wirklich lesenwerten Ausführungen zu Statisktiken Dr.von Hirschhausen: Wunder wirken Wunder).
                live long and prosper

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