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Nächste Wahlen am 26.5.19: Euroawahl, Kommunalwahlen und Wahlen zum Regionalparlament

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  • Nächste Wahlen am 26.5.19: Euroawahl, Kommunalwahlen und Wahlen zum Regionalparlament

    Am 26. Mai 2019 geht es wieder zu den Wahlurnen, und dann dürfen wir Resis auch einen Zettel im Umschlag in die die Urne für die Europawahl werfen. Für die Canarios finden zeitgleich auch die Kommunalwahlen statt sowie die Wahlen zum kanarischen Regionalparlament (finden in 12 der 17 Autonomen Gemeinschaften statt). In unserer Mini-Gemeinde mit 5000 Einwohnern treten sage und schreibe 10 Parteien an :shok:. Nunja, Jobs in den Bürgermeisterämtern sind halt heiß begehrt..

    Bei der letzten Europawahl wurde ich übrigens zum Wahlhelfer bestimmt. In unserer Gemeinde kommt dafür jeder stimmberechtige Einwohner < 65, der lesen und schreiben kann, in Frage und wird per Los gezogen. Wundert Euch also nicht, wenn Ihr plötzlich entsprechende Post bekommt (wird bei uns persönlich von der Lokalpolizei vorbei gebracht).

  • #2
    Ja, das hatten wir gerade. Abends gegen 22:30 Uhr steht plötzlich die Polizei vor der Tür. Kommt wirklich gut, wenn gerade Familienangehörige mit dem Fahrzeug unterwegs sind.

    Also, ich weiß nicht, ob ein Job als Europaabgeordneter zu meiner Mentalität kompatibel wäre.

    Man muss sich mal so ne EU-Parlamentssitzung angucken. Da sitzen so ein paar ausrangierte Landespolitiker in einem viel zu großen Saal, klimpern gelangweilt auf ihrem Smartphone herum, während sie sich die Simultan-Übersetzung der gerade am Redenden-Pult stehenden Figur vom Trommelfell abprallen lassen.

    Dazu muss man wohl geboren sein.

    Da bevorzuge ich dann doch die peu-a-peu-Neuerkundung der Insel in einem um die Jahrtausendwende gebauten Gefährt, von dem nach nur ca. 200 km auch ich behaupte: This car puts a smile on my face...:good3:

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    • #3
      Wichtiger Nachtrag: Auch wir Resis dürfen an den Lokalwahlen teilnehmen; nicht nur an der Europawahl. Nur an den kanarischen Parlamentswahlen dürfen wir nicht teilnehmen. Es sind von uns also 2 Urnen zu bedienen.

      SanLorenzo5: Du könntest ja eine neue Partei in Deinem Municipio gründen und Dich zum Bürgermeister wählen lassen:biggrin:. Auf eine Partei mehr oder weniger kommt es auch nicht mehr an.

      Es ist ja eine echte Herausforderung, sich mit den vielen neuen Parteien zu beschäftigen, die kurz vor den Wahlen wie Pilze aus dem Boden ploppen, um nach den Wahlen wieder sang- und klanglos im Nichts zu verschwinden ...

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      • #4
        Zitat von aurora Beitrag anzeigen
        Wichtiger Nachtrag: Auch wir Resis dürfen an den Lokalwahlen teilnehmen; nicht nur an der Europawahl.
        Voraussetzung für die Eintragung in die Wählerliste ist aber nicht die residencia, sondern das empadronamiento.

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        • #5
          In Villarroya in La Rioja war die Wahl am Sonntag schon nach 40 Sekunden erledigt, nur sechs Einwohner und alle wahlberechtigt und alle pünktlich im Wahllokal erschienen.
          Und der Hammer, die haben sogar einen Bürgermeister, seit 46 Jahren im Amt. :biggrin:
          Kennt ihr schon "Last Christmas" von wham?
          So'n Weihnachtslied.
          Ist ganz cool.
          Sollten sie jedes Jahr spielen.
          Hat das Zeug zum Klassiker.

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          • #6
            Zitat von aurora Beitrag anzeigen
            SanLorenzo5: Du könntest ja eine neue Partei in Deinem Municipio gründen und Dich zum Bürgermeister wählen lassen:biggrin:. Auf eine Partei mehr oder weniger kommt es auch nicht mehr an.
            Och, der Bürgermeister ist eigentlich ganz ok. Hoffe, der wird wiedergewählt.

            Im übrigen wollte ich gleich Nägel mit Köppen machen und die Europäische Monarchie ausrufen, um mich zum König krönen zu lassen. Aber ich bin noch nicht mit der Verfahrensbürokratie durch, die estländische Verfassung hat da 2 oder 3 Hindernisse eingebaut....

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            • #7
              Jaaa, ich weiß, ich nerve bisweilen in Sachen Wahlen. Und hier in Sachen EU. Möchte trotzdem posten :to_pick_ones_nose::

              Hier mal ein paar wenige Punkte, die wir unmittelbar zu spüren bekommen:

              • Freizügigkeit: Keine Lust mehr auf Regenwetter und Schlechte-Laune-Gesichter? Ab auf die Kanaren!

              • Rentenanwartschaften: Die Maschen der Ruhestandshängematten werden zwar überall grober, aber immerhin: Alle Rentenansprüche, selbst wenn sie noch so mager sind, werden berücksichtigt, egal wann und wo innerhalb der EU in die Rentenkasse/n eingezahlt wurde.

              • Krankenversicherung: Im Urlaub oder zu Besuch in einem anderen EU-Land und plötzlich krank? Kein Problem, mit der Krankenversicherungskarte ist ein Gang zu allen „Kassenärzten“ oder ins Krankenhaus möglich.

              • Dienstleistungsfreiheit: Eine tolle Sache! Ohne die vielen Handwerker, Haushaltshilfen usw., die z.B. von Polen nach D-Land pendeln, wären viele Bereiche schon längst kollabiert.

              • Führerschein: Ist vereinheitlicht. Glücklicherweise. Vielleicht wird es eines Tages sogar einheitliche Verkehrsschilder geben. (Auch) dort herrscht noch ein buntes Durcheinander.


              Es gibt noch zig weitere Vorteile. Bei dem ganzen Brexit-Theater kommen diese so nach und nach ans Licht. Zur Zeit insbesondere

              • Beispiel Zollunion: Wir können auf den Kanaren ein Lied davon singen, wie umständlich es ist, außerhalb des EU-Zollgebiets zu leben. Wenigstens haben wir das Glück, dass der spanische Steuerzahler so gnädig ist, uns indirekt zu subventionieren, weil hier ein wesentlich geringerer Steuersatz gilt als auf dem Festland. Die Briten werden da künftig von niemandem subventioniert.

              • Beispiel Handelsabkommen: UK wird nach dem Brexit mit sämtlichen Handelspartnern Handelsabkommen neu schließen müssen. Für Länder innerhalb der EU gelten alle existierenden Handelsabkommen automatisch – wie praktisch.

              Noch etwas zur vermeintlich überbordenden Bürokratie der EU und den angeblich vielen Bürokraten, die nichts Besseres zu tun haben sollen, als allen 500 Mio. Bürgern das Leben schwer zu machen: Allein der Frankfurter Flughafen hat fast doppelt so viele Mitarbeiter (80.000) wie die wichtigsten Institutionen der EU (40.000 + ca. 5000 Dolmetscher/Übersetzer).

              Für viele Wirtschafts- und Lebensbereiche gelten mittlerweile EU-Bestimmungen aller Art. Klar: So manche gehören abgeschafft. Oder angepasst an die technologische Entwicklung. Bis sich 28 (-1) Länder einstimmig (!) auf irgend etwas einigen, vergeht viel Zeit. Zu viel! Eine 2/3-Mehrheit würde m.E. besser sein. Meine persönliche Meinung nur mal so am Rande.

              In vielen Fällen handelt es sich jedoch gar nicht um Vorschriften, sondern "nur" um Rahmenbedingungen, die dazu dienen, Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden und die Verbraucher zu schützen.

              Ein klitzekleines Beispiel hierfür, das uns täglich betrifft: Die Lebensmittelhygieneschulung (Curso de Manipulador de Alimentos). Ist überall in der EU Pflicht für Personen, die beruflich mit verderblichen Lebensmitteln hantieren, weil es eine entsprechende Verordnung gibt. Die konkreten Anforderungen / Kursinhalte kann jedes Land/jede Region indes selbst bestimmen.

              Wer auf den Kanaren im Restaurant Salat, Gemüse und/oder Früchte isst, bekommt aufgetischt, was zuvor durch gechlortes Wasser (Lejía) gezogen werden musste. Ist auf den Kanaren Vorschrift. In anderen Provinzen nicht. Das US-amerikanische Chlorhuhn hat es im Rahmen der TTIP-Diskussionen allerdings zu sehr viel mehr Berühmtheit gebracht als die kanarischen Salatteller ...

              Wie in so vielen Fällen sind für‘s Klein-klein häufig die einzelnen Länder/Provinzen/Kommunen o.ä. zuständig; und eben auch die dortige Bürokratie; und gar nicht die EU-“Bürokraten“. Wenn‘s irgendwie umständlich ist, wird mittlerweile gerne pauschal behauptet, dass dies an der EU liege. Ob‘s stimmt? Es lohnt sich, da mal nachzuhaken.

              Beispiel: Unser "Pádel-Club“. Hat nur wenige Freiluft-Courts und an zwei Courts zweistufige Tribünen aus Beton. Brennen kann dort gar nichts, mit Ausnahme der Sonne vom Himmel. Die Behörde bestand auf einen weiteren, komplizierten Ausgang als Notausgang und auf die Schließung der beiden Tribünenstufen, indem Zäune drumherum zu bauen seien. Angeblich sei das eine EU-Vorgabe. Habe mal nach dieser Vorgabe gefragt: Stillschweigen. Vermutlich sollte es dem Betreiber schwer gemacht werden - .. aus ganz anderen Gründen. Mir ist bis heute keine EU-Norm o.ä. genannt worden, wonach Freiluft-Tennisanlagen u.ä. über mindestens 2 Ausgänge verfügen müssen, und Zuschauerbereiche nicht existieren dürfen.



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              • #8
                Na dann mal ran an die Urnen! 2 x darf als Resi gewählt werden: Europa- UND Lokalwahlen (sehr wichtig, weil die Bürgermeister in Spanien sehr viel Macht haben - sehr viel mehr als im EU-Durchschnitt üblich).

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                • #9
                  Zitat von aurora Beitrag anzeigen
                  Na dann mal ran an die Urnen! 2 x darf als Resi gewählt werden: Europa- UND Lokalwahlen (sehr wichtig, weil die Bürgermeister in Spanien sehr viel Macht haben - sehr viel mehr als im EU-Durchschnitt üblich).
                  Genau, die blauen und die weißen Umschläge sind gefragt. Ungewöhnlich für uns Deutsche ist, dass die meisten Einheimischen schon fertige Umschläge zur Wahl mitbringen. Die gab es bei den Wahlkampfveranstaltungen der einzelnen Parteien. Die wenigsten Wähler gehen in die Wahlkabine und stecken die Zettel erst dort in die Umschläge.

                  Dadurch geht es trotz der fünf verschiedenen Wahlen relativ fix.

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                  • #10
                    Unser Bürgermeister, seit Ewigkeiten im Amt (trotz der üblichen Anschuldigungen wie Vetternwirtschaft) hatte beim letzten Mal gut 60%, mal schauen, ob frischer Wind ins Ayuntamiento kommt, glaube aber eher nicht.....:mail1:
                    Kennt ihr schon "Last Christmas" von wham?
                    So'n Weihnachtslied.
                    Ist ganz cool.
                    Sollten sie jedes Jahr spielen.
                    Hat das Zeug zum Klassiker.

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                    • #11
                      Achined: Meinst Du damit Asturias oder Deine alte Heimat?

                      Ich könnte mich ärgern; und tu es auch - weil ich nicht teilnehmen konnte. Als wir nach D-Land geflogen sind, gab es noch keine Briefwahlmöglichkeit. Also bleibe ich diesmal Zaungast. Ansonsten wäre ich - wie bisweilen üblich - selbst durch irgend einen Dschungel i.w.S. gerobbt, um an Wahlen teilzunehmen. Wenn wieder Wahlen sind, werden wir unsere insulare Abwesenheit besser planen ...

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                      • #12
                        Hier in Soto del Barco, Asturien.
                        Kennt ihr schon "Last Christmas" von wham?
                        So'n Weihnachtslied.
                        Ist ganz cool.
                        Sollten sie jedes Jahr spielen.
                        Hat das Zeug zum Klassiker.

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                        • #13
                          Die CISB (unabhängige Kanditaten Soto del Barco) von unserem Bürgermeister hat nur noch 43,5%, gefolgt von der PSOE mit 33%, mal gucken, ober der Bürgermeister bleibt oder nicht.
                          Kennt ihr schon "Last Christmas" von wham?
                          So'n Weihnachtslied.
                          Ist ganz cool.
                          Sollten sie jedes Jahr spielen.
                          Hat das Zeug zum Klassiker.

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