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Bergung von Julen

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  • Bergung von Julen

    Infos über den tragischen Fall de Zweijährigen, der vermutlich in ein Brunnenloch gefallen Ist, gibt es auch in der deutschen Presse.

    Ich bin immer sehr zurückhaltend mit Kritik; aber in diesem tragischen Fall werde ich Fragen in meinem Kopf einfach nicht los:

    - Es wurde ein Parallelloch gebohrt (das klang sinnvoll),
    - es wurden erfahrende Bergleute eingefolgen (klang ebenfalls sinnvoll)
    - und diese graben nun eine Verbindung zwischen Bergungsschacht und Brunnen. Dies wiederum kann ich nicht nachvollziehen, denn m.W. ist gar nicht klar, in welcher Tiefe überhaupt das Kind stecken könnte.

    Oder habe ich etwas verpasst und man weiß genau, in welcher Höhe genau das Kind steckt?

    Überhaupt frage ich mich die ganze Zeit, wieso es nicht möglich ist, in einem geraden Schacht/Brunnen einen menschlichen Körper (nun vermutlich tot) zu lokalisieren?

  • #2
    Das ist schwer zu beantworten, aber ich versuche es mal. Man hat versucht mit einer Kamera bis zum Grund zu gelangen, was aber nicht möglich war, da ein Pfropf das Weiterkommen unmöglich machte. Warum ist da ein Pfropf? Meine Erklärung wäre, das nachrutschendes Material, ausgelöst durch den kleinen Bub diesen entstehen ließ. Der Parallelschacht wird bis zur vermuteten Tiefe des Unfallschachtes gebohrt, da man vermutet, dass der Bub bis zum Grund gefallen ist. Es könnte m.E. aber auch sein, dass der Schacht in Höhe des Pfropfes schon durch Geröll verschlossen war, der Bub in dieser Höhe stecken blieb und durch nachrutschendes Material bedeckt wurde. In diesem Fall werden die Retter unten nicht fündig und eine erneute Kamerasuche, diesmal von unten nach oben stösst auf eine Blockade.
    Dass der arme Kerl noch lebt halte ich indes für völlig ausgeschlossen. Wenn ihn der Fall aus mindestens 45 Meter höhe nicht getötet hat, dann wäre er sicherlich durch die extremen Abschürfungen beim Fall verblutet. Sollte er jedoch beide Annahmen zum Trotz überlebt haben, dann ist er nach 3 bis 4 Tagen sicherlich verdurstet. Das ist vermutlich allen klar und auch den Eltern, doch für diese ist es wichtig Gewissheit zu haben.
    Trauriger Fall, all mein Beileid den Angehörigen.
    Ich sage ja nicht, das wir alle dummen Menschen loswerden müssen, aber könnten wir nicht einfach alle Warnhinweise entfernen und den Dingen ihren Lauf lassen?

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    • #3
      Wenn nicht klar ist, wo genau der Körper steckt, kommt doch der Erfolg jeder Bohrung einer Verbindung einem Zufallsergebnis gleich?

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      • #4
        Korrekt. Aber sie gehen wohl davon aus, dass er ganz unten liegt.
        Ich sage ja nicht, das wir alle dummen Menschen loswerden müssen, aber könnten wir nicht einfach alle Warnhinweise entfernen und den Dingen ihren Lauf lassen?

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        • #5
          Dann hoffen wir mal, dass an der richtigen Stelle gebohrt wurde. Und dass das Bergungspersonal unversehrt bleibt.

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          • #6
            Die Minenretter sind absolute Profis, die sogar weltweit im Einsatz sind zum Beispiel bei Erdbeben, ich gehe deshalb mal davon aus, dass die wissen, was sie machen.
            Problem laut eines Interviews ist, dass man nicht die Gesteinschichten kennt, im Gegensatz zu anderen Bohrungen, wo zuvor ein Bohrkern von Geologen ausgewertet wird, deshalb brauchen die Jungs auch so lange, um sich liegend mit einem 8kg Presslufhammer und einer 14kg schweren Sauerstoffflasche den Weg frei zu machen, 4x mussten sogar schon "Mikrosprengungen" durchgeführt werden, weil Granit im Weg war. Diese Sprengungen werden dann vom TEDAX Team der Guardia Civil durchgeführt, nachdem die Bergleute Löcher für die Ladungen gebohrt haben, heißt also, alle raus, Guardia Civil rein, Sprengstoff deponieren, alle raus, Bummm, xx Minuten warten und Bohrloch mit Sauerstoff fluten usw.
            Die Aktion dauert dann gut 90 Minuten, so dass die "Paar Meter bis zum Jungen" halt etliche Stunden dauern.

            Bei der gesamten Aktion wurden bisher schon 40.000 Tonnen Gestein bewegt zur Vorbereitung.

            Das der Junge noch lebt, ist höchst unwahrscheinlich, Sauerstoffmangel, Dehydrierung, Verletzungen usw.
            Wenn ich mein Ohr ganz nah an meine Knie halte, kann ich hören, wie der Hosenknopf abplatzt.

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            • #7
              Ja, da sind wohl Profis eingeflogen worden. Alles liest sich sehr professionell - nur der Ort der Querbohrung hat sich mir nicht erschlossen. Habe nun eine Skizze im www gefunden. Wie Nespresso schrieb, stand wohl ein Propf der Ortung im Wege (der Propf lag in 73 m Tiefe); und nun wird ganz unten bei rund 100 m oder so horizontal gebohrt.

              Besonders tragisch für die Familie ist, dass der etwas ältere Bruder von Julen verstorben war. Furchtbar alles - nun haben sie ihr zweites Kind wohl auch noch tragisch verloren.

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              • #8
                Leider wurde Julen tot geborgen, oder Zeitungsberichten.
                schade um das kleine Leben.
                Ich denke bei so jungen Töten immer, was hätte aus ihm werden können, was hätte er der Menscheit schenken können...R.I.P.

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                • #9
                  Die Staatsanwaltschaft untersucht nun die Rechtmäßigkeit der Bohrung des Schachtes , in den der Junge gefallen ist, wie es aussieht, wie tausende andere Bohrungen dort illegal und ohne Absicherung.
                  Zu allem Überfluss auch noch auf der finca der Familie.
                  Außerdem stellt sich natürlich die Frage nach der Aufsichtspflicht der Eltern, einen zweijährigen dort scheinbar unbeaufsichtigt zu lassen.
                  Wenn ich mein Ohr ganz nah an meine Knie halte, kann ich hören, wie der Hosenknopf abplatzt.

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                  • #10
                    Wenigstens können nun die Eltern abschließen und trauern. So einen Höllentrip gönnt man noch nicht mal seinem schlimmsten Feind.

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                    • #11
                      Leider nur noch tot geborgen, ich bedauere die Eltern die bereits vor einiger Zeit schon ein Kind verloren haben.

                      So grausam kann das Schicksal zuschlagen

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                      • #12
                        Laut ersten Untersuchungen ist der Junge über 70m tief gefallen, ohne Halt.....
                        Wenn ich mein Ohr ganz nah an meine Knie halte, kann ich hören, wie der Hosenknopf abplatzt.

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                        • #13
                          Das ist wohl so ziemlich das Furchtbarste, was man als Eltern mitmachen kann, zu wissen, dass das Kleinkind in so ein Loch gefallen ist und möglicherweise noch lebt und die Hoffnung und Verzweiflung sich 2 Wochen lang ständig abwechseln.

                          Ich denk schon, dass man da mit den besten verfügbaren Möglichkeiten rangegangen ist, hab zuerst auch nicht verstanden, warum man da keine Kamera (und dann auch keine Atemluft und Wasser) an den Jungen ranbringen konnte, ist aber wohl wie Nespresso schreibt durch nen Propf zu erklären.

                          Besonders tragisch, dass die Eltern schon ihr erstes Kind verloren haben, soviel Kraft kann man kaum aufbringen, das zu verarbeiten.

                          Der Fall an sich ist tragischerweise im wahrsten Sinne des Wortes in die Kategorie "man kann nix machen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist" einzuordnen. Sowas sieht man in Spanien leider recht häufig, eine ziemliche Schludrigkeit in Sachen Prävention und dann kaum Möglichkeiten, wenn´s passiert ist. Ich denke da auch an die vielen offenen Wasserbehälter hier in der Umgebung, wenn ein Kind da reinfällt, kommt es ohne Hilfe nicht raus, leer = Knochen gebrochen, voll = Ertrinken...). Oder diese schlimmen Vorfälle in Hotelpools mit den Ansaugpumpen. Oder die offensichtlichen Fallen im Straßenverkehr.. Sicher muss man in Sachen Regularien nicht alles übertreiben wie der deutsche Michel. Aber ein wenig mehr Risikoprävention und nicht ausschließlich Gottvertrauen wäre hier und da angebracht.

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                          • #14
                            Ja, wirklich sehr furchtbar; zumal sie nun den zweiten Sohn plötzlich verloren haben.

                            Diese Bohrlöcher, von denen es offenbar ganz viele gibt in Spanien, sind natürlich schon eine Art "Falle". Aber wer ahnt schon, dass ein Kleinkind dort hineinfällt (und überhaupt hindurch passt - der Junge war wohl recht klein und dünn für sein Alter). Manchmal geschehen halt tragische Unglücke. Manche Menschen werden regelrecht von Pech, Unglück, fiesen Krankheiten und/oder Misserfolg verfolgt - während andere wiederum unverhofft und ohne eigenes Dazutun in jeder Hinsicht viel Glück haben.

                            Ich hoffe, dass die Suche nach Schuldigen so rasch wie möglich eingestellt wird. Nicht, dass zusätzlich noch einige Familienmitglieder gegeneinander angehen mit Schuldzuweisungen bezüglich des nicht oder wenig abgesicherten Bohrlochs. Bringt nur noch mehr Drama in die Familie.

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                            • #15
                              Zitat von aurora Beitrag anzeigen
                              Ja, wirklich sehr furchtbar; zumal sie nun den zweiten Sohn plötzlich verloren haben.

                              Diese Bohrlöcher, von denen es offenbar ganz viele gibt in Spanien, sind natürlich schon eine Art "Falle". Aber wer ahnt schon, dass ein Kleinkind dort hineinfällt (und überhaupt hindurch passt - der Junge war wohl recht klein und dünn für sein Alter). Manchmal geschehen halt tragische Unglücke. Manche Menschen werden regelrecht von Pech, Unglück, fiesen Krankheiten und/oder Misserfolg verfolgt - während andere wiederum unverhofft und ohne eigenes Dazutun in jeder Hinsicht viel Glück haben.

                              Ich hoffe, dass die Suche nach Schuldigen so rasch wie möglich eingestellt wird. Nicht, dass zusätzlich noch einige Familienmitglieder gegeneinander angehen mit Schuldzuweisungen bezüglich des nicht oder wenig abgesicherten Bohrlochs. Bringt nur noch mehr Drama in die Familie.
                              Ich weiß ja nicht ob du Kinder hast, aber mit 2 Jahren sind die Lütten biegsam wie ein Kaugummi.
                              Unser kam sogar unter dem Zaun zum Nachbarn durch und das waren höchsten 20 cm

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