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Neues superfeines Sieb macht Salzwasser trinkbar

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  • Neues superfeines Sieb macht Salzwasser trinkbar

    http://www.stern.de/panorama/wissen/neues-superfeines-graphen-sieb-macht-salzwasser-trinkbar-7399996.html

    Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel für den Menschen. Trinkwasser ist aber gleichzeitig vielerorts eine knappe Ressource, vor allem in ärmeren Regionen der Erde. Laut WHO sind über 600 Millionen Menschen weltweit ohne saubere Wasserversorgung. 71 Prozent der Erdoberfläche sind zwar mit Wasser bedeckt, allerdings ist dieses salzig und damit für Menschen ungenießbar. Die Entdeckung einiger britischer Forscher könnte daher buchstäblich die Welt verändern.

    Die Wissenschaftler der Universität Manchester haben nun offenbar einen neuen Weg gefunden, aus Salzwasser genießbares Trinkwasser zu gewinnen. Die entsprechende Studie veröffentlichten sie im Wissenschaftsmagazin "Nature". Grundlage des Verfahrens ist ein Sieb, das so fein ist, das es das Salz aus dem Wasser herausfiltert. Die Forscher erzeugen dafür aus dem nur ein Atom dicken Werkstoff Graphen das Derivat Graphenoxid. Eine Membran aus Graphenoxid ist fein genug, um Wasser durchzulassen, Salz aber nicht.
    Graphen gilt in der Physik als "Wundermaterial"

    Die möglichen Vorteile des Verfahrens liegen auf der Hand: Bislang war die Entsalzung von Meerwasser nur mit speziellen Anlagen möglich und dadurch ein aufwändiger und teurer Vorgang. Das könnte sich mit der Entwicklung der britischen Forscher ändern. Die Entwicklung ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

    Graphen, das aus Kohlenstoff besteht, gilt in der Physik als dünnstes Material der Welt und wegen seiner verschiedenen Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten gewissermaßen als "Wunderwerkstoff". Es kommt beispielsweise auch in der Entwicklung von Batterien zum Einsatz. Graphen-Akkus sollen schneller aufladbar sein und weniger Gewicht haben als andere Batterien mit dem gleichen Speicher. Das macht sie vor allem für Elektroautos interessant.

  • #2
    Das Sieb allein löst allerdings das Problem noch nicht. Beim Sieben bleibt immer das Problem, dass die superfeinen Poren auch superschnell verstopfen. Dafür muss man dann häufig mit dem gerade entsalzten Wasser rückspülen, was den Wirkungsgrad und die Entsalzungsleistung enorm reduziert.

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    • #3
      Osmose
      Je größer der Dachschaden, um so besser der Blick auf die Sterne.
      Oben wach, unten dicht, mehr will ich nicht.

      Das Schöne an Intelligenz: Jeder denkt, er besitzt genug davon.

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      • #4
        Ansätze mit Mikrofiltern gibt´s schon lange, etwa auch zur Legionellenbekämpfung in besonders sensiblen Bereichen. Das bleibt aber wenigen Anwendungen vorbehalten, weil, wie Nils schon sagte, der Aufwand für Reinigung/Rückspülung etc. sehr aufwändig und teuer ist.

        Bleibt halt so ziemlich alles drin hängen, in den Filtern.
        Warum hassen Sozialisten die Fitness-Studios? Weil sich harte Arbeit auszahlt und sich Erfolge nicht umverteilen lassen....

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        • #5
          Ja. Wasser wird ja auch grundsätzlich nicht verbraucht, sondern kommt immer in den natürlichen Kreislauf zurück. Es geht eigentlich immer nur um eine effizientere Reinigung bzw. Entsalzung.
          Viele Grüße
          Ralf

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