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Spanien, gefangen von der Dürre

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    Tankwagen in etlichen Gemeinden Galicias, Entsalzungsanlagen auf voller Leistung in Murcia, die Umfüllung des Tajo seit Mai im Stillstand, Wassereinschränkungen zum Gießen in der Hälfte von Spanien, die sich wohl noch ausweiten werden.
    Kampagnen zur Sensibilisierung im Umgang mit dem kostbaren Nass.
    Die Trockenheit und die niedrigen Füllstände der Stauseen haben sich in Spanien breit gemacht.
    Und alles schaut zum Himmel in der Hoffnung auf Regen.
    Wenn aber das kommende Jahr ebenfalls trocken bleibt, wie schon 2004, könnte sich die Situation zuspitzen.

    Als Trockenheit bezeichnet man Zeiten in denen die Niederschläger unter einem Durchschnittswert liegen. Man unterscheidet dabei die meteorologische Trockenheit, Ausbleiben von Regen und die hydrologische Trockenheit, zu wenig Wasser in den Stauseen.

    In drei Becken spricht man nun offiziell von länger anhaltender Trockenheit, Jucar, Segura und Duero.

    Die Regenfälle des vergangenen hydrologischen Jahres, (1. Oktober 2016 bis 30. September 2017) waren geringer als normal. Mit Durchschnittlich 551 Litern pro m2 lag man um 15% unter dem Durchschnitt, welcher, von 1981 bis 2010 gerechnet bei 648 Litern lag.

    Wenn man nur Festlandspanien betrachtet, liegt der Wert sogar bei -18%

    Seit 2014 zeigt die Statistik sinkende Niederschlagsmengen.

    Die Staubecken liegen bei 40% ihrer Kapazität, den niedrigsten Werten seit 2006, seit 27 Jahren gab es lediglich 6x ähnliche Werte im September.
    Die schlechtesten Jahre waren demzufolge die Neunziger, auch bedingt durch massive Verluste in den Leitungen.

    In praktisch allen Becken gibt es eine Vorwarnstufe, eine Warnung oder einen Wassernotfall.

    So liegt die Füllmenge des Guadalquivir bei nur 32,3%, noch schlimmer in Miño-Sil,, dort spricht man fon kompletter Dürre, auch wenn die Staubecken dort zu 42,2% gefüllt sind. Begründet wird dies mit der weniger vorhandenen Regulierung durch Staubecken in Galicia, dort regelt normalerweise der Regen die Füllstände.
    In Galizien spricht man schon von einer historischen Dürre mit 40% unter den Durchschnitts-Niederschlägen

    Auch in der Landwirtschaft mussten die entsprechenden Versicherungen tief in die Taschen greifen, so gab es 53000 Vorfälle mit einer Entschädigungszahlung von 208 Millionen Euro, insbesondere bei Ernteausfällen bei Getreide und Hülsenfrüchten.

    Betroffen waren insbesondere Castilla y Leon und Castilla-La Mancha.

    Die Umstände führten zu Produktionsrückgängen von 2,5 Mrd. Euros.

    Auch die Energieversorgung ist von der Trockenheit betroffen, so wurde 52% weniger Strom durch Wasserkraft erzeugt
    Die Verringerung der Energieerzeugung durch Wasserkraft musste mit herkömmlichen Kraftwerken ausgeglichen werden, was mehr Schadstoffausstoß bedeutete, 37% mehr Co2.

    Die Aussichten, dass es im Herbst ausgiebig regnen könnte, sind laut AEMET nicht rosig, die bisherigen Niederschlagsmengen im vergangenen Monat lagen bei 33% unter dem Durchschnitt.

    https://politica.elpais.com/politica...53_437781.html
    Ab Inzidenz 300 wird die große Pause für die 2B gestrichen.
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