Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Katalonien

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Katalonien

    Zum Thema Katalonien lief mir dieses interessante und gleichzeitig amüsantet Video über den Weg:

    https://www.youtube.com/watch?v=i0IimKulP0w

    Was denkt Ihr so über das Thema Referendum?

    Was würde das auslösen? Wann kommt eine entsprechende Initiative aus Bayern? Ist es richtig, dass sich die EU da völlig raushält?

    Also, das ist wirklich nicht einfach für Rajoy.

    Man kann nur hoffen, dass das nicht ausartet...
    Zuletzt geändert von SanLorenzo5; 23.09.2017, 14:28.
    ein bisschen längs, ein bisschen quer, selber denken ist nicht schwer

  • #2
    Laut einiger Reportagen wäre das ein fataler Fehler, denn es bedeutet (entgegen der Annahme von Puigdemont) einen Austritt aus der EU mit allen Folgen des Handels, die müssten sich dann wieder um eine Aufnahme bewerben, nicht so wie Puigdemont meint, dass das automatisch alles so bleibt wie bisher. Das geht angeblich in die Milliarden Euro Verluste, die Katalonien dadurch entstehen würden.
    Die Regierung in Madrid versucht ja auch mit allen Mitteln, das Referendum am 1. Oktober zu verhindern, Verhaftungen auf Veranlassung des Verfassungsgerichts, Beschlagnahme von Wahlunterlagen, Drohung gegen Bürgermeister, die Wahllokale zur Verfügung stellen, mit Verhaftung.
    Laut Verfassungsgericht ist die Abstimmung illegal, aber Puigdemont hat ja gesagt, das Gericht hätte in Katalonien nix zu sagen.....

    Bei manchen Äußerungen hat der schon was von Erdogan....
    Der Vorteil an der Pandemie ist, dass man den Montag als nicht mehr so schlimm empfindet, weil mittlerweile einfach jeder andere Tag genauso scheiße ist.

    Kommentar


    • #3
      Historisch betrachtet kann ich die Katalanen verstehen, zumindest auf die Zeit des Bürgerkriegs zurück blickend. Wenn aber alles immer historisch betrachtet wird und die Geschichte zur Referenz wird, dann ist ein Kuddelmuddel vorprogrammiert, denn wie weit darf/kann/soll in die Vergangenheit zurück geblickt werden? Für die Islamisten ist das Spanien des Mittelalters ab dem 8. Jahrhundert Referenz, als die Mauren das Sagen hatten. Wenn die Zeit unter Napoleon als Referenz dienen sollte, dann würde Katalonien zu einem französischen Département werden, usw.

      In die Zukunft blickend halte ich es für höchst kontrapoduktiv bis gefährlich, sich abzuspalten, denn die Zukunft Europas kann m.E. nur mit/in der EU funktionieren, und die kann nur umso besser funktionieren, je besser alle Länder miteinander klar kommen. "Scheidungen" sind das Gegenteil davon. Offensichtlich rechnen die Fans einer Abspaltung fest damit, einen Tag später gleich wieder in der EU aufgenommen zu werden. Damit dürften sie sich ziemlich verspekulieren, denn das würde einer Selbstverstümmelung der EU gleich kommen. Denn dann würden als nächstes Basken, Flamen, Wallonen, Schotten, Norditaliener, ...Bayern, Sachsen usw. sich verselbständigen wollen, was alles nicht im Sinne der EU-Erfindung wäre.

      Insgesamt habe ich bei Abspaltungstendenzen das Gefühl, dass letztendlich wirtschaftliche Interessen dabei dominieren. Was alles andere als solidarisch ist.

      Kommentar


      • #4
        Bei all dem hab ich leider auch den Eindruck, dass da in Sachen Rechtslage innerhalb der EU sowie deren Einzelstaaten sowie Unterorganisationen (in diesem Fall Autonome Region) nicht alles einwandfrei geklärt ist, was Rechte und Pflichten angeht. Was Katalonien angeht, hab ich so die Assoziation zu einer Krankenkasse, bei der ein Gutteil der Jungen/Gesunden austreten will, um die Beiträge zu senken. Solidarität mit dem eigenen Land? Fehlanzeige...
        ein bisschen längs, ein bisschen quer, selber denken ist nicht schwer

        Kommentar


        • #5
          Katalonien Exodus ist wirtschaftlich nicht verkraftbar, aber ein Wirtschaftsraum von

          Bayern
          Baden Württemberg
          SCHWEIZ
          LIECHTENSTEIN
          TIROL inkl SÜDTIROL

          wäre absolut LEBENSFÄHIG und wünschenswert, denn dann müsste Bayern nicht mehr die Berliner LINKEN erhalten (siehe Finanzausgleich)

          Aber ich als Wiener am Rande des Balkans stehen da aussen vor.

          Kommentar


          • #6
            Für ein Abspaltung von Bayern hätte ich sogar Verständnis, die sprechen ja eh kein Deutsch, gilt auch für Baden-Württemberg :rofl:
            Der Vorteil an der Pandemie ist, dass man den Montag als nicht mehr so schlimm empfindet, weil mittlerweile einfach jeder andere Tag genauso scheiße ist.

            Kommentar


            • #7
              Warum soll Katalonien nicht ohne Spanien / EU existieren können. Nicht in der EU sind auch :
              Andorra
              Liechtenstein
              Schweiz
              Monaco
              Norwegen
              Jercey
              u.s.w
              +++COVID-19+++

              Kommentar


              • #8
                Zitat von Keule Beitrag anzeigen
                Warum soll Katalonien nicht ohne Spanien / EU existieren können. Nicht in der EU sind auch :
                Andorra
                Liechtenstein
                Schweiz
                Monaco
                Norwegen
                Jercey
                u.s.w

                Norwegen hat viel Öl, die anderen Länder waren/sind Steueroasen

                Kommentar


                • #9
                  ebenso San Marino.

                  und der Gottesstaat Vatikan zudem noch die Kirchensteuer: https://www.youtube.com/watch?v=JC2HGTMAysw

                  Kommentar


                  • #10
                    Grundsaetzlich ist es so, dass ein kleines Land kleine Probleme hat, waehrend ein grosses Land grosse Probleme hat. Wenn sich ein Land in viele kleine Länder aufspaltet ist das auch demokratie foerderlich, da der einzelne Buerger eine emotionale Bindung zu seinem kleinen, für ihn überschaubaren Land aufbaut und bereit ist sich für sein Land einzusetzen.
                    Im Firmenbereich ist das übrigens identisch. Der Gewinn je Arbeitnehmer ist bei einem kleinen Unternehmen erheblich höher als der Gewinn je Arbeitnehmer in einem grossen Unternehmen der gleichen Branche auf dem gleichen Markt.
                    Der mit Abstand gefährlichste Glaube, der weltweit die meisten Opfer fordert und das grösste Elend verursacht ist der Glaube an einen Staat....

                    Kommentar


                    • #11
                      ...zurück zu Fürstentümern?

                      Zitat von heinz1965 Beitrag anzeigen
                      Der Gewinn je Arbeitnehmer ist bei einem kleinen Unternehmen erheblich höher als der Gewinn je Arbeitnehmer in einem grossen Unternehmen der gleichen Branche auf dem gleichen Markt.
                      ... die Löhne und Gehälter sind in kleinen Unternehmen erheblich geringer als in großen, tarifgebundenen Unternehmen ...

                      Kommentar


                      • #12
                        Die großen Firmen, die in Katalonien ihre Gewinne versteuern, erwirtschaften diese Gewinne größtenteils in und mit der EU.
                        Beim Austritt aus Spanien sind sie auch aus der EU ausgetreten. Es dauert dann 10 Jahre, bis sie möglicherweise wieder EU-Miglied sein können.
                        Die Firmen können so lange nicht warten - sie werden sich sehr schnell in anderen Gebieten Spaniens ansiedeln. Katalonien wird viele Jobs verlieren und verarmen.
                        Die Macher des Referendums, die sich gut dotierte Posten versprechen, werden sich rechtzeitig absetzen.
                        Besucht mich hier: http://www.wandern-auf-teneriffa.de

                        Kommentar


                        • #13
                          In einem Spanischkurs habe ich gelernt, dass täglich Flugzeuge mit Managern von Madrid nach Barcelona und abends wieder zurückfliegen.
                          Das wäre dann auch hinfällig, abgesehen von der Abwanderung von Unternehmen.
                          Darf Katalonien dann auch den Euro behalten?

                          Kommentar


                          • #14
                            Im verlinkten Artikel steht u.a., "Denn mit der Proklamation seiner Unabhängigkeit kehrt Katalonien auch der EU den Rücken, wodurch es seine Rechte am Europäischen System der Zentralbanken verliert. Deshalb werden seine Konten bei der EZB gesperrt, selbst wenn es den Euro als Währung behält."
                            Es besteht die Gefahr, dass im Falle eines offenen Sezessionskonflikts ganz Spanien in eine Schuldenspirale gerät, für die letztlich die übrigen EU-Mitgliedstaaten geradestehen müssen.

                            Kommentar


                            • #15
                              Es würde voraussichtlich auch lange Zeit dauern, bis Katalonien in die EU wiederaufgenommen würde - unter anderem weil es dazu die Zustimmung Spaniens bräuchte.
                              Der Ökonom Antoni Zabalza prognostiziert ein Schrumpfen der katalanischen Wirtschaft um zwei bis neun Prozent. Die Bauern verlören die EU-Subventionen.
                              http://www.n-tv.de/politik/Die-Folge...e16021636.html
                              Der Vorteil an der Pandemie ist, dass man den Montag als nicht mehr so schlimm empfindet, weil mittlerweile einfach jeder andere Tag genauso scheiße ist.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X