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Balearen mit Touristen-Limit in Ferienwohnungen

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  • Balearen mit Touristen-Limit in Ferienwohnungen

    Die digitalen Plattformen, die Ferienwohnungen auf den Balearen anbieten, haben 18 Tage Zeit, ihre Aktivitäten einzustellen oder sich an die Verordnungen der touristischen Vermietungen zu halten.
    Andernfalls drohen Strafen von 40.000-400.000 Euro.

    Das Gobierno der Balearen hat eine entsprechende Mitteilungen an gut 30 dieser Anbieter verschickt, um das Gesetz, welches die Vermietung von Wohnungen an Urlauber verbietet, umzusetzen.
    Anbietern wie AirBNB und HomeAway drohen somit Strafen in Höhe von bis zu 400.000 Euro.

    Damit soll auch verhindert werden, dass mit Ferienwohnungen spekuliert wird.

    Mit dem Gesetz wird die Obergrenze von Touristischen Plätzen auf 623.624 festgelegt, davon fallen 435.707 auf Mallorca, 109.800 auf Ibiza, 60.117 auf Menorca und 18.000 auf Formentera.

    120.000 Genehmigungen, die seit 1999 erteilt wurden, sollen nicht verlängert werden, um so die Anzahl der Angebote zu verringern.

    Um illegale Anbieter anzuschwärzen, wurde zudem eine Webseite ins Leben gerufen, dort kann man (nicht anonym) Infos zu offensichtlichen Verstößen melden.

    Damit gilt ab heute die Regel, dass eine Vermietung einer Wohnung von weniger als 30 Tagen und ohne Mietvertrag und ohne Kautionszahlung durch den Mieter als illegal gilt und somit bestraft wird.

    Schon Ende April hatte man acht Immobilienagenturen mit einer Strafe von 330.000 Euro belegt, die 330 Wohnungen an Urlauber vermittelt hatten.

    Im Juni gab es dann die Aufdeckung einer Vermietung von 20 Wohnungen, das wurde mit einer Multa von 36.000 Euro belohnt.

    Laut Gobierno haben die Digitalen Anbieter schon angekündigt, sich im September mit der Verwaltung zusammenzusetzen, um in die Legalität zu gelangen.


    http://www.laopinion.es/nacional/201...mo/799611.html
    Der Vorteil an der Pandemie ist, dass man den Montag als nicht mehr so schlimm empfindet, weil mittlerweile einfach jeder andere Tag genauso scheiße ist.

  • #2
    Zitat von Achined Beitrag anzeigen

    Um illegale Anbieter anzuschwärzen, wurde zudem eine Webseite ins Leben gerufen, dort kann man (nicht anonym) Infos zu offensichtlichen Verstößen melden.

    Damit gilt ab heute die Regel, dass eine Vermietung einer Wohnung von weniger als 30 Tagen und ohne Mietvertrag und ohne Kautionszahlung durch den Mieter als illegal gilt und somit bestraft wird.

    [/url]
    Ich denke das ist der richtige Weg.
    Es kann ja nicht sein, das "normale Wohnungen" an Touristen vermietet werden und die restlichen Bewohner können kaum schlafen.

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    • #3
      Die Frage ist allerdings, wo die vielen Touristen dann wohnen werden/sollen. Ist wie auf den Kanaren: Alle Hotels sind komplett ausgebucht. Die Ursasche des Touristenbooms liegt einerseits an der Zunahme der "Billigflieger-Angebote", und andererseits am Wegfall alternativer Urlaubsregionen - viele Touristen wollen halt nicht mehr unbedingt nach Ägypten und in andere, nordafrikanische Länder. Die Türkei ist ebenfalls nicht mehr so der Hit der Urlaubsregionen. Erst wenn weniger Touristen kommen, wird sich die Lage entspannen. Ist zur Zeit ein riesiges Dilemma. Die geplante Maßnahme auf den Balearen ist eine überflüssige, feinkosmetische und aktionistische Korrektur. Der große Wurf kann nur gelingen, wenn weniger Touristen auf die Inseln kommen. An dieser Schraube muss gedreht werden, falls es den Verantwortlichen wirklich daran liegt, die Anzahl der Touristen zu reduzieren. Aber wollen die das wirklich??

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      • #4
        Ich hab gewisse Zweifel, ob es hier auf den Kanaren eine größere Überlappung touristisch ODER für Otto Normalverbraucher nutzbarer Wohnungen gibt. Das ist auf Mallorca sicher anders, weil der durchschnittliche Mallorca-Tourist eher auf billigere Lösungen steht.

        Es kann aber doch andererseits auch nicht sein, dass man etlichen Einheimischen verbietet, sich durch private Vermietungen etwas dazuzuverdienen. Die Diskussion wird ja seit Jahren breitflächig geführt und so ziemlich alle Argumente sind ausgetauscht.
        ein bisschen längs, ein bisschen quer, selber denken ist nicht schwer

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        • #5
          Für die "arbeitende Bevölkerung" wird dieses Gesetz, wenn es denn konsequent durchgeführt wird, eine Entspannung bringen.
          --
          Scheinbar glauben manche Touristen - alle Nachbarn hätten ebenfalls Urlaub und könnten aufstehen wann sie wollten.
          -
          Nicht nur das lautstark die Koffer durch alle Gänge gezogen werden, dazu wird auch noch, um 3:00 Uhr sich lautstark unterhalten.
          -
          Wenn dann noch die halbe Nacht Musik in "Ohrenbeteubender Weise" abgespielt wird - würde ich auch sofort die Policia anrufen und gegen den Vermieter Anzeige erstatten.
          -
          Wenn sich Urlauber benehmen wie die Axt im Walde sollen sie von mir aus im Zelt wohnen.
          -
          Wenn alle Hotels ausgebucht sind ist eben Schluss

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          • #6
            Zitat von Günter140747 Beitrag anzeigen
            Für die "arbeitende Bevölkerung" wird dieses Gesetz, wenn es denn konsequent durchgeführt wird, eine Entspannung bringen.
            --
            Scheinbar glauben manche Touristen - alle Nachbarn hätten ebenfalls Urlaub und könnten aufstehen wann sie wollten.
            -
            Nicht nur das lautstark die Koffer durch alle Gänge gezogen werden, dazu wird auch noch, um 3:00 Uhr sich lautstark unterhalten.
            Das sind die üblichen Vorurteile bzw. es wird versucht zu suggerieren, dass Dauermieter immer ruhig sind, nie eine Party machen und nachts immer schlafen. In unserem Umfeld hat sich noch nie jemand über Touristen beschwert. Im übrigen bringen Touristen keine Kreissägen mit, nur sehr selten ihre Hunde; und die bellen auch nicht ständig. Ihre Musikinstrumente lassen sie meistens auch zu Hause, und üben also eher nicht. Und für eine rauschende Party fehlen ihnen hier die Freunde, mit denen sie Party machen können. Aufstehen müssen hier sehr viele Einwohner nachts, denn in der Tourismusbranche + Zulieferfirmen wird im Schichtdienst gearbeitet.

            PS: Eine Limitierung der Touristenzal durch eine Verbot der Ferienhausvermietung wird nicht funktionieren. Die Fluggesellschaften werden weiterhin fliegen und Urlauber auf die Inseln bringen ...
            Zuletzt geändert von aurora; 10.08.2017, 08:48.

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            • #7
              Zitat von aurora Beitrag anzeigen
              Das sind die üblichen Vorurteile bzw. es wird versucht zu suggerieren,
              Seit der Smartphonzeit und Streamen braucht keiner mehr Musikinstrumente mitzubringen und Kreissägen werden wohl kaum in der Nacht benutzt, jedenfalls nicht oft hintereinander

              Zitat von aurora Beitrag anzeigen
              Eine Limitierung der Touristenzal durch eine Verbot der Ferienhausvermietung wird nicht funktionieren. Die Fluggesellschaften werden weiterhin fliegen und Urlauber auf die Inseln bringen ...
              Das kommt darauf an wie mit Multas durchgegriffen wird. wenn dann immer noch Urlauber nur mit dem Flieger kommen ohne Unterkunft zu haben, machen die das einmal, aber kein zweitesmal

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              • #8
                Du hast meinen Hinweis auf den Lärm nicht verstanden. Dauerbewohner machen ebenfalls Lärm (insgesamt sogar mehr Lärm) - z.B. wenn sie Musikinstrumente spielen und natürlich üben. Usw. usw. Na aber egal. Dir ist Urlaub in einem Hotel offensichtlich für Dich lieber; andere bevorzugen Ferienwohnungen bzw. -häuser. Das ist ein anderes Segment; und jedes Segment hat seine Daseinsberechtigung.

                Die "Bestrafung" der Ferienwohnungsvermieter wird auf heftigen Widerstand stoßen. Denn seit es große Plattformen wie AirBnB usw. gibt, die durch ihre Übersetzungstools eine Kommunikation auch für jene möglich machen, die keine Fremdsprachen sprechen (... viele Einheimische), und zudem die gesamte Buchungsabwicklung automatisieren, vermieten sehr viele Einheimische. Zuvor wurde dieses Segment eher von uns Zugereisten bedient. Nun endlich verdienen auch die Einheimischen an den Touristen - und nicht nur die Hotels/-Konzerne (deren Gewinne bleiben eh überwiegend im Ausland) und wir "Resis". Es ist für viele Familen mittlerweile eine gute Verdienstmöglichkeit - es darf nicht vergessen werden, dass wir noch immer eine immens hohe Arbeitslosenquote haben.
                Zuletzt geändert von aurora; 10.08.2017, 13:03.

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                • #9
                  Zitat von aurora Beitrag anzeigen
                  Na aber egal. Dir ist Urlaub in einem Hotel offensichtlich für Dich lieber; andere bevorzugen Ferienwohnungen bzw. -häuser. .
                  Aurora du irrst, wir bevorzugen nicht nur Ferienwohnungen / Häuser, wir vermitteln dieses sogar!

                  Zitat von aurora Beitrag anzeigen
                  Die "Bestrafung" der Ferienwohnungsvermieter wird auf heftigen Widerstand stoßen.
                  Das mag ja sein, allerdings ist illegale Vermietung auch gegeüber den Steuerzahlenden Vermietern nicht gerade die feine Art

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                  • #10
                    Damit unterstellst Du, dass Vermieter "illegaler" Ferienwohnungen keine Steuern zahlen. Das wird gerne so behauptet. Das eine hat allerdings häufig mit dem anderen nichts zu tun. Es gibt sicherlich, wie in jedem Gewerbe, Schwarzvermieter/-arbeit. Und umgekehrt kenne ich etliche Vermieter, die Steuern zahlen, obwohl sie über keine Vermietlizenz verfügen (die Vermielizenz-Problematik ist gerade auf Teneriffa, Fuerteventura und Lanzarote gegeben, weil die Behörden das neue Gesetz so verbiegen, dass kaum eine Unterkunft die Vorgaben zur Lizenzvergabe erfüllen. Auf Gran Canaria sieht es anders aus).

                    Das auf den Balearen zur Anwendung kommende Gesetz sieht vor, wie im Artikel nachzulesen ist, keine der bisherigen vergebenen Fewo- und Ferienhaus-Vermietlizenzen zu erneuern (hat also absolut nichts mit Steuerzahlung oder nicht zu tun). D.h. dass alle, die derzeit noch über eine Vermietlizenz verfügen, bald schon keine mehr haben werden. Das wird sicherlich viele juristische Nachspiele haben, denn viele Vermieter dürften von einem Tag auf dem anderen vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen.

                    PS: Darüber hinaus frage ich mich, wie die vielen betroffenen Vermieter nun mit bereits bestehenden Buchungen umgehen sollen. Sollen die nun alle storniert werden? Theoretisch ja, um keine "Supermulta" zu erhalten. Und die Urlauber gucken dann in die Röhre und bleiben auf ihren Flugtickets - und zu Hause - sitzen.
                    Zuletzt geändert von aurora; 10.08.2017, 15:37.

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                    • #11
                      Zitat von aurora Beitrag anzeigen
                      Damit unterstellst Du, dass Vermieter "illegaler" Ferienwohnungen keine Steuern zahlen.
                      Ich unterstelle garnichts. - Nenne mir einen einzigen Vermieter der auf seine illegalen Mieteinnahmen:

                      Einkommenssteuer + IGIG bezahlt!

                      Wir sind seit über 20 Jahren in dem Geschäft mit der Vermeitung von Finca und Ferienwohnungen.

                      Richtig ist, manche geben einen kleinen Betrag der "Umsätze" (die Beträge die über Konten fließen) an, eine korrekte Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben halte ich für sehr unwahrscheinlich.

                      Auch die von der Mallorquinischen Regierung ins Auge gefasste Möglichkeit keine Lizenz mehr zu verlängern finde ich insoweit in Ordnung, als es sich bei den sogenannten
                      Ferienwohnungen um ganz normale Wohnungen in Mehrfanilienhäusern handelt.

                      Ich meine keine Apartementos in Blocks die überwiegend dem Tourismus dienen sondern ausschließlich die Zweckentfremdeten.

                      Bereits bestehende Buchungen, können selbstverständlich seitens der Vermieter gekündigt werden. Da diese Anordnung sicherlich nicht von heute auf morgen kommt sollten sich alle darauf einstellen.

                      Die Vermieter die vor dem "wirtschaftlichen Ruin stehen" haben sicherlich mehrere und dazu mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht genehmigte Wohnungen?






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                      • #12
                        Zitat von Günter140747 Beitrag anzeigen
                        Ich unterstelle garnichts. - Nenne mir einen einzigen Vermieter der auf seine illegalen Mieteinnahmen:
                        Einkommenssteuer + IGIG bezahlt!
                        Da kann ich Dir ganz viele nennen, die alles ordentlich versteuern. Und zudem niemanden schwarz beschäftigen.

                        Zitat von Günter140747 Beitrag anzeigen
                        Auch die von der Mallorquinischen Regierung ins Auge gefasste Möglichkeit keine Lizenz mehr zu verlängern finde ich insoweit in Ordnung, als es sich bei den sogenannten
                        Ferienwohnungen um ganz normale Wohnungen in Mehrfanilienhäusern handelt.
                        Nö, es handelt sich um alle, die zur Zeit über eine Lizenz verfügen.

                        Zitat von Günter140747 Beitrag anzeigen
                        Ich meine keine Apartementos in Blocks die überwiegend dem Tourismus dienen sondern ausschließlich die Zweckentfremdeten.
                        Das ist aber jetzt Deine persönliche Definition von "legal" und "illegal". Das aktuelle Tourismusgesetz der Kanaren hatte alle Unterkünfte, die in touristischen Gebieten liegen, für nicht genehmigungsfähig erklärt. Juristisch wurde u.a. von ASCAV dagegen geklagt; und die diesbezüglichen Artikel des Gesetzes wurden vom Gericht kürzlich gekippt. Mal abwarten, was nun kommen wird, um das gesetzliche Vakuum zu schließen. In normalen Wohngebieten waren und sind Apartments zur touristischen Vermietung genehmigungsfähig.

                        Wenn es nach mir ginge, sollten die Eigentümergemeinschaften entscheiden dürfen, ob in ihrer Comunidad touristische Vermietung erlaubt sein sollte oder eben nicht. Das würde sich dann schon zurecht rütteln.

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                        • #13
                          aurora
                          IGIC ist die Kanarische Umsatzsteuer, die kann nur abführen wer sein Gewerbe auch angemeldet hat!

                          Die IGIC ist nicht mir der Einkommenssteuer abführbar.

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                          • #14
                            Na das ist mir natürlich klar. Manche zahlen Einkommensteuer, andere Umsatzsteuer. Schließlich muss nicht in jedem Fall ein umsatzsteuerpflichtige Tätigkeit angemeldet werden. Steuerberater fragen!

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                            • #15
                              Vermietung an normale Mieter kann Privatsache sein mit der Pflicht den Gewinn zu versteuern.

                              Vermietung an Urlauber ist ein Gewerbe und bei dem Umsatz der zu erwarten ist, Umsatzsteuerpflichtig. ( Auf Tene IGIC)
                              Rechtsanwalt Friedrich sagt dazu:

                              Gegenwärtig gilt das kanarische Umsatzsteuergesetz (Ley 20/1991) in der Fassung ab 01.04.2015, in Verbindung mit dem Gesetz Ley 4/2012 in der Fassung ab 01.01.2017.
                              Die Regelung dort ist kompliziert (Grundsatz-Ausnahme-Gegenausnahme).

                              Grundsatz (= Steuerpflicht):
                              Mit Wegfall der Kleinunternehmerklausel unterliegen alle Vermietungen der Umsatzsteuer. Vom Grundsatz her ist die Ferienvermietung daher umsatzsteuerpflichtig.

                              Ausnahme (= Steuerfreiheit):
                              Die ausschließliche Wohnraumvermietung ist umsatzsteuerfrei (Art. 50 Nr. 23 b, Ley 4/2012). Ferienvermietung ist Wohnraumvermietung. Sie wäre daher umsatzsteuerfrei.

                              Gegenausnahme (= Steuerpflicht):
                              Die Umsatzsteuerfreiheit gilt nicht bei der Vermietung von Apartments oder möbliertem Wohnraum, wenn sich der Vermieter verpflichtet, zusätzliche Leistungen zu erbringen, die einem Hotelbetrieb eigentümlich sind, insbesondere Restaurant, Reinigung, Wäschewaschen und Ähnliches. In diesen Fällen bleibt die Vermietung umsatzsteuerpflichtig (Art. 50 Nr. 23 b, 2. Absatz, Buchst. e´ Ley 4/2012).

                              In den meisten Fällen privater touristischer Vermietung dürften folgende zusätzliche Leistungen relevant sein:

                              - Innenreinigung der Räume
                              - Waschen von Bettwäsche und Handtüchern

                              Die Vermietung bleibt umsatzsteuerpflichtig, wenn der Vermieter diese Leistungen so erbringt, wie sie einem Hotelbetrieb eigentümlich sind.
                              Quelle:
                              http://www.friderecho.net/41301/40758.html

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